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Der Machtwechsel steht unmittelbar bevor. Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, übernimmt Stefan Sommer bei ZF den Vorstandsvorsitz von Hans-Georg Härter, der sich in den Ruhestand verabschiedet. Mit der Bilanz seiner knapp fünfeinhalbjährigen Tätigkeit als ZF-Lenker kann Härter durchaus zufrieden sein. Sein Versprechen, das Unternehmen gestärkt aus der Krise zu bringen war kein leeres, und das bei den Friedrichshafenern lange Jahre defizitäre US-Geschäft hat er wieder in die schwarzen Zahlen gebracht.

Mit seinem Engagement in den USA hat Härter vielleicht sein Meisterstück geliefert. Denn als er in Zeiten der Krise die Zusammenarbeit mit dem US-Autobauer Chrysler verstärkt hatte, wird wohl so mancher darüber nur den Kopf geschüttelt haben. Doch er ist das unternehmerische Risiko eingegangen und hat letztlich gewonnen. Jetzt tragen die gewachsenen Geschäftsbeziehungen zu dem Fahrzeughersteller dazu bei, dass ZF in den USA beim Umsatz überproportional zulegt.

Seinem Nachfolger Sommer hinterlässt er ein solide finanziertes Unternehmen mit guten Perspektiven. Dafür, dass auch unter Sommer beim Getriebebauer künftig ein Rad ins andere greifen wird, stehen die Zeichen gut. Der künftige ZF-Chef war maßgeblich an der neuen Konzernstruktur beteiligt und hat somit die Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Einen Tag der Arbeit wird es für Sommer wohl häufiger geben, denn für ihn und seine Führungsmannschaft bleibt noch einiges zu tun, um das Unternehmen mit den Expansionsplänen auch nicht zu überfordern.

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