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Experte sieht großes Potenzial für Elektroautos
Offener Sportwagen mit Strommotor: Damit die alternative Antriebstechnik nicht mehr allzu lang in erster Linie für vergleichsweise kostspielige und exotisch anmutende Pkw wie den hier abgebildeten Tesla Roadster in Betracht kommt, sondern rundum massentauglich wird, hält IAV-Ingenieur Reimann die Umsetzung der Vision "Doppelte Leistungsfähigkeit zum halben Preis" für erforderlich.
(Foto: Tesla Motors)
Autor:
Henning Krogh
hkrogh@craincom.de
Sonntag, 15. April 2012, 09.00 Uhr
Wolfgang Reimann, leitender Ingenieur für E-Traktion beim Engineering-Anbieter IAV, hält schon auf mittlere Sicht einen Durchbruch in der Elektromobilität für möglich. Antriebskonzepte für Strom-Pkw mit einer Reichweite von 300 Kilometern bei Batteriepreisen von 200 Euro pro Kilowattstunde könnten bereits 2016/ 2017 marktreif sein, so der Fahrzeugspezialist des Entwicklungungspartners, zu dessen Gesellschaftern VW, Conti und Schaeffler gehören. Perspektivisch sei gar eine drastische Preisreduktion auf lediglich 100 Euro pro Kilowattstunde zu realisieren.

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Hamburg. Der Durchbruch bei der E-Mobilität könnte nach Expertenmeinung bereits mittelfristig mit einer starken Steigerung der Leistungsfähigkeit bei massiver Senkung der bisherigen Kosten gelingen. "Mit Blick auf die Reichweite bedeutet das eine Verdopplung von heute rund 150 auf dann 300 Kilometer mit einer Batterieladung. Und bei den Preisen für eine Kilowattstunde müssten wir mit der Lithium-Ionen-Batterie von derzeit rund 500 Euro auf 200 bis 300 Euro kommen", sagte Wolfgang Reimann, leitender Ingenieur für E-Traktion beim Engineering-Anbieter IAV, im Interview mit der Automobilwoche. Zu den IAV-Gesellschaftern gehören der VW-Konzern, Continental und die Schaeffler-Gruppe.
Entsprechend leistungsfähige Konzepte liefen bereits in der Forschung und könnten in vier, fünf Jahren Marktreife erlangen, betonte Reimann. Auf lange Sicht sei sogar ein Preis von unter 100 Euro pro Kilowattstunde denkbar: "Das ist sehr ambitioniert. Aber nicht unmöglich."

Keine "noch so gute Batterie" wird je den Energieinhalt eines Sprittanks erreichen
Allerdings werde auch eine "noch so gute Batterie niemals den Energiegehalt eines Kraftstofftanks bieten können". Dies liege vor allem in den technischen Grenzen der Elektrochemie begründet. "Bei Batterien haben wir es mit der Bindung von Ionen zu tun, bei fossilen Kraftstoffen mit Molekülbindungen und bei der Atomkraft mit Kernbindungen. Dazwischen liegen jeweils riesige Abstände in der Energiedichte", so Reimann zur Begründung.
Großes Absatzpotenzial für E-Autos sieht der Spezialist für innovative Fahrzeuge in Millionenstädten, etwa im Boom-Land China. Das vollständige Interview mit IAV-Entwickler Reimann finden Sie, verehrte Leserinnen und Leser, in der am Montag, 16. April, erscheinenden Printausgabe 9 der Automobilwoche auf Seite 16. (Foto: Tesla Motors)
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