Montag, 26. März 2012, 10.25 Uhr
General Motors ist auf dem besten Wege, Opel zu ruinieren. Die Marke, die früher einmal der größte Autohersteller Deutschlands und später immerhin noch ernsthafter Wettbewerber von VW und Ford war, bekommt immer größere Probleme. Nachdem das Vertrauen der Kunden durch Qualitätsmängel in den 90er Jahren verloren ging, baut die Marke inzwischen zwar wieder ordentliche Autos, hat aber immer noch massive Imageprobleme. Weder von Konkurrenten noch von Kunden wird die Marke inzwischen noch als ernsthafter Wettbewerber von VW und Ford wahrgenommen.
Hinzu kommt der Gegenwind aus Detroit. Die Amerikaner werden zunehmend ungeduldig und fordern eine schnelle Rückkehr in die Gewinnzone. Dennoch verweigern sie ihrem Tochterunternehmen die Expansion in die Schwellenländer, in denen andere Hersteller derzeit zweistellig wachsen. Dass Opel das Ziel, 2011 eine schwarze Null zu schreiben, verfehlt hat, hat die Konzernchefs in Detroit massiv verärgert. Zahlreiche Manager wurden mittlerweile aus den USA nach Deutschland entsandt, die Marke soll sparen, Werksschließungen sind nicht mehr ausgeschlossen. Besonders die Standorte in Bochum und Ellesmere Port in Großbritannien gelten als gefährdet. Das steigert das Vertrauen der potenzielle Kunden nicht gerade. Der Absatz von Opel in Europa ist in den ersten beiden Monaten 2012 um 20 Prozent eingebrochen.
Opel-Chef Stracke will betriebsbedingte Kündigungen wie vertraglich vereinbart bis 2014 verhindern. Doch ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, die Marke wieder profitabel zu machen. Die Amerikaner verlieren zunehmend die Geduld. Am Wochenende wurde bekannt, dass in Zukunft keine Modelle mehr speziell für einzelne Märkte wie Europa produziert werden sollen. Das lässt für Opel Schlimmes befürchten: Auf diese Weise hat GM schon Saab zugrunde gerichtet.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Zulieferer Mahle übernimmt die Mehrheit am Klimaanlagenspezialisten Behr. Dies teilte Mahle am Donnerstag mit.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.