Wöchentlich überschlagen sich die Autokonzerne mit Meldungen über Rekord-Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter. Mercedes: 4100 Euro. Volkswagen: 7500 Euro. Porsche: 7600 Euro. BMW: 7650 Euro. Audi: 8251 Euro. Doch der Geldsegen hat eine Kehrseite: Bei manchem Zulieferer regt sich Unmut in der Belegschaft. "Wie wollen wir noch unsere Mitarbeiter motivieren, am Wochenende in die Werkshallen zu kommen und Teile zu fertigen, wenn wir solche Prämien niemals werden zahlen können?“, sagte kürzlich der Chef eines Zulieferers hinter vorgehaltener Hand.
VW hat in Deutschland im ersten Quartal 2013 von allen Autoherstellern am meisten für Werbung ausgegeben.
In den Belegschaften der meisten deutschen Automobilhersteller herrscht derzeit Jubelstimmung. Nicht nur, dass die Arbeitsplätze so sicher sind wie lange nicht. Wöchentlich überschlagen sich die Konzerne mit Meldungen über Rekord-Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter. Mercedes: 4100 Euro. Volkswagen: 7500 Euro. Porsche: 7600 Euro. BMW: 7650 Euro. Audi: 8251 Euro. Das ist eine Menge Geld vor dem Hintergrund, dass die Gewerkschaften derzeit um ein paar Prozent Tariferhöhung kämpfen. Dass die Bandarbeiter am Rekordgewinn ihrer Arbeitgeber partizipieren und teilweise das Doppelte eines Monatsgehalts als Bonus bekommen, sei ihnen gegönnt. Doch der Geldsegen hat eine Kehrseite: Bei manchem Zulieferer regt sich Unmut in der Belegschaft. "Wie wollen wir noch unsere Mitarbeiter motivieren, am Wochenende in die Werkshallen zu kommen und Teile zu fertigen, wenn wir solche Prämien niemals werden zahlen können?", sagte kürzlich der Chef eines Zulieferers hinter vorgehaltener Hand. Dessen Unternehmen ist zwar in seinen Bereichen Technologie- und Marktführer. Dennoch kann er wegen des Preisdrucks seiner Kunden "nie und nimmer" die Profitabilität von Audi, BMW oder Mercedes erreichen. So zahlt Continental den Tarifbeschäftigten in Deutschland eine Prämie von durchschnittlich 659 Euro. Bei Bosch ist die Erfolgsbeteiligung sogar von 48 auf 36 Prozent eines Monatsgehalts gesunken. Die Mitarbeiter von Webasto erhalten immerhin 3200 Euro. Doch selbst dieser Wert ist weit von dem der Kunden entfernt. Die betreffenden Autohersteller dürften sich mit ihren hohen Boni deshalb eine längst überfällige Debatte über eine gerechtere Verteilung der Profite entlang der Wertschöpfungskette eingehandelt haben. Denn die Frage, ob Volkswagen, Daimler oder BMW ohne die deutsche Zulieferindustrie im In- und Ausland so erfolgreich wären, ist berechtigt. Aufgeladene Benzin-Direkteinspritzer, mitentwickelt von Bosch, Continental und Schaeffler, mit Teilen von Mahle, ElringKlinger und Beru sind nur ein Beispiel, die Getriebe von ZF ein weiteres. Und wenn wir schon dabei sind: Am anderen Ende der Wertschöpfungskette, beim Handel, dürften die Rekordzahlen der Hersteller ebenfalls lange überfällige Fragen auslösen.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.