Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Winterkorn nimmt VW in Verantwortung
VW-Chef Winterkorn (re.), Aufsichtsrat McAllister: "Absolventen, Politiker, Multiplikatoren, Anleger und Kunden richten ihre Entscheidungen mehr und mehr daran aus, wie verantwortungsvoll ein Unternehmen agiert und wahrgenommen wird", heißt es VW-intern. David McAllister, im Amt des niedersächsischen Ministerpräsidenten Nachfolger von Ex-Bundespräsident Christian Wulff, gehört dem VW-Ratsgremium seit Juli 2010 an. (Foto: Volkswagen)
Mit aller Macht will der Vorstandsvorsitzende des Wolfsburger VW-Konzerns, Martin Winterkorn, "überzeugende Antworten geben auf drängende Fragen unserer Zeit“. Seine Führungskräfte lässt der Stratege wissen: "Es ist meine tiefste Überzeugung, dass wir bei Volkswagen nicht nur für unser Unternehmen Verantwortung übernehmen müssen, sondern für die gesamte Gesellschaft!“ Zentrale Wachstumsziele, mahnt das Topmanagement, kann VW "nur in einem breiten gesellschaftlichen Konsens verwirklichen".
Der Verkauf seiner EADS-Anteile hat dem Konzern über 700 Millionen Euro Gewinn eingebracht.
Wolfsburg. VW-Chef Martin Winterkorn hat seine Manager nachdrücklich dazu aufgefordert, künftig in jeder Hinsicht "mit Verantwortung und viel Leidenschaft zu führen". In einer vertraulichen Mitteilung, die Automobilwoche vorliegt, schrieb der Konzernlenker: "Es ist meine tiefste Überzeugung, dass wir bei Volkswagen nicht nur für unser Unternehmen Verantwortung übernehmen müssen, sondern für die gesamte Gesellschaft!" Winterkorn weiter: "Überzeugende Antworten zu geben auf die drängenden Fragen unserer Zeit: Das gehört zu verantwortungsvollem Management, wie wir es verstehen." Hintergrund der eindringlichen Botschaft ist die Erkenntnis der VW-Führung, dass der an die Weltmarktspitze strebende Fahrzeugbauer noch längst nicht auf allen Feldern gleichermaßen erfolgreich ist. "Volkswagen ist deutlich wertbeständiger und damit werthaltiger als der Wettbewerb. Das belegen die hohen Restwerte unserer Autos und die zahlreichen Preise und Vergleichstests", so Winterkorns Kommunikationschef Stephan Grühsem intern. "Volkswagen kann und muss allerdings zulegen, wenn es darum geht, als verantwortungsvolles Unternehmen wahrgenommen zu werden." Dies ergebe der "Blick auf aktuelle Studien und Indizes" zum Thema Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit.
Auch "vermeintlich ‚weiche‘ Faktoren entscheiden über Erfolg oder Misserfolg" "Hier hat unsere Marke, hier hat Volkswagen eindeutig Nachholbedarf", muss Grühsem konzedieren. "Denn: Absolventen, Politiker, Multiplikatoren, Anleger und Kunden richten ihre Entscheidungen mehr und mehr daran aus, wie verantwortungsvoll ein Unternehmen agiert und wahrgenommen wird. Vermeintlich ‚weiche‘ Faktoren entscheiden künftig also maßgeblich über wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg." Naturschutzverbände wie Greenpeace halten auch Volkswagen immer wieder ungenutzte Potenziale vor, etwa im Bewahren knapper natürlicher Ressourcen. Winterkorn will VW bis 2018 zum international führenden Automobilanbieter machen – "in ökonomischer und ökologischer Hinsicht", wie er öffentlich gern betont. Hinter verschlossenen Türen konfrontierte er seine Vertrauten daher jüngst mit Fragen wie: "Was tut Ihr für die Chancen der jungen Generation? Wie schafft Ihr gute Perspektiven für 500.000 Mitarbeiter im Konzern? Wie entwickelt Ihr nachhaltige und überzeugende Lösungen für die Zukunft der Mobilität? Und wie beteiligt Ihr Euch an den großen politischen und gesellschaftlichen Entscheidungsprozessen?" Mit seinen aktuellen Impulsen befindet sich Winterkorn in bester Gesellschaft: Auch der designierte Bundespräsident Joachim Gauck hatte jüngst die "Haltung Verantwortung" zu den vorrangigen Zielen seiner Amtszeit gezählt.
Dem Daimler-Konzern wird jetzt intern ebenfalls Handlungsbedarf bescheinigt VW-Vertriebsvorstand Christian Klingler weiß: "Kunden und Gesellschaft sehen das Unternehmen immer mehr in einer Führungsrolle. Damit steigt ihre Erwartungshaltung an die Produkte und den Service, aber auch an die gesellschaftliche Verantwortung von Volkswagen." Der Topmanager warnt: "Gleichzeitig nehmen andere Hersteller die Marke direkt ins Visier, der Wettbewerb um den Kunden wird härter." Somit gelte es nun etwa, die Hauptmarke Volkswagen "noch stärker als sympathische ‚People's Brand‘ zu etablieren". Strategische Basis ist die Wachstumsstrategie "Mach 18". Das unmissverständliche Fazit der VW-Oberen um den Vorstandsvorsitzenden Winterkorn: "Wir können und werden unsere Mach-18-Ziele nur in einem breiten gesellschaftlichen Konsens verwirklichen. Und deshalb ist es so wichtig, dass wir Mach 18 intensiv im Scheinwerfer des Markenwerts ‚verantwortungsvoll‘ beleuchten." Auch beim VW-Rivalen Daimler rückt die Wahrnehmung des Generalthemas "Verantwortung" zunehmend in den Blickpunkt. Bei einer internen Befragung stimmten die Mitarbeiter vor Kurzem der Vorgabe "Ich sehe keinen weiteren Handlungsbedarf, um die Daimler-Unternehmenswerte spürbar und nachhaltig in den Alltag zu integrieren" vergleichsweise selten zu. (Foto: Volkswagen)
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.