Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
Aktuelle Bilder
Bochum oder Aulnay?
Produktion bei Peugeot: Wegen der neuen Allianz zwischen GM und PSA befürchten viele Mitarbeiter bei PSA und Opel mittelfristig einen verschärften Kapazitätsabbau, hier bei der Montage des Peugeot 308sw. (Foto: Peugeot)
General Motors und PSA wollen im Zuge ihrer neuen Allianz nicht nur ihre Einkaufsmacht bündeln, ab 2016 gemeinsame Fahrzeugarchitekturen nutzen und ab 2017 jährlich 1,5 Milliarden Euro einsparen. Auch die Produktion soll eng zusammenrücken. Die Arbeitnehmervertreter fürchten daher Werksschließungen.
Neuzulassungen in Europa im Januar 2013 nach Marken. Copyright: Jato Dynamics
Paris/Detroit. General Motors und PSA wollen ihre Allianz auch auf den Produktionsbereich ausweiten und dadurch langfristig millionenschwere Einsparungen erzielen. Insbesondere im Mittelklasse-Segment planen beide Konzerne einen Produktionsverbund und die gegenseitige Nutzung von Werken des Partners. Später könnte dieser Verbund auch auf andere Segmente ausgeweitet werden. "Die Partnerschaft mit GM schließt im Prinzip keine Bereiche aus, auch nicht den der Produktion", sagt dazu ein PSA-Vertreter in Paris. PSA-Konzernchef Philippe Varin unterstreicht: Natürlich solle die Allianz dazu führen, dass es "langfristig zu Optmierungen kommt". So seien einige Werke nun einmal produktiver als andere. Für Stefan Bratzel, Leiter des Center of Automotive in Bergisch Gladbach, eine gute Idee: "Produktionsverbünde zwischen GM/Opel und PSA können weitere Kostenersparnisse bringen und die Flexibilität erhöhen." Überwiegend reagiert die Fachwelt eher skeptisch auf die neue Allianz. So sagte der scheidende Ford-Finanzchef Lewis Booth: "Der Zusammenschluss von zwei Autoherstellern löst nicht das Kapazitätsproblem." Und dieses Problem drängt: Derzeit gelten die PSA-Werke in Europa nur zu rund 65 Prozent als ausgelastet, die Opel/Vauxhall-Werke zu etwa 75 Prozent. "Die kurzfristigen Probleme von Opel beziehungsweise PSA in Europa werden dadurch nicht gelöst", findet auch Bratzel. Auch für die geringe Präsenz von PSA in Asien schafft die Allianz keine Lösung: "Es braucht eigentlich einen Partner in Asien wie Suzuki, Mitsubishi oder Mazda", so Bratzel.
Bochumer Betriebsratschef: Es drohen Werksschließungen Der neue Opel-Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug sieht zwar Vorteile durch die gebündelte Einkaufspower und Chancen bei der Entwicklung, er fordert aber: "Die Chancen und Risiken müssen fair zwischen PSA und Opel/Vauxhall verteilt werden." Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel wird deutlicher: "Es drohen Werksschließungen, Personalabbau und die Veränderung bestehender Verträge. Wir müssen sehen, dass die Allianz diese bestehenden Probleme nicht noch verstärkt." In Frankreich steht für den Chef der Gewerkschaft CGT, Bernard Thibault, bereits fest: "Werksschließungen sind unvermeidbar." Das PSA-Werk in Aulnay könnte 2014 geschlossen werden, fürchtet er. Aulnay oder Bochum, könnte die die Frage lauten. Für die Zuliefererindustrie bedeutet steigende Einkaufsmacht gewöhnlich kein besseres Geschäft. Conti-Chef Elmar Degenart jedoch freut sich über die Entwicklung bei seinem wichtigsten Kunden PSA: "Das bedeutet mehr Volumen und diese Chance werden wir wahrnehmen", kündigt er an.
Die Annäherungsversuche von PSA an General Motors haben eine logische Reaktion der Börse hervorgerufen: Die Aktien von PSA legten deutlich zu, während die GM-Papiere nachgaben.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.