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Mehr Spielraum für Schaeffler

Schaeffler-Zentrale: Der Zulieferer hat sich mehr finanziellen Spielraum verschafft. (Foto: Schaeffler)

Der Wälzlager-Hersteller Schaeffler hat seinen Kreditrahmen leicht erhöht und plant die Ausgabe neuer Anleihen. Damit erweitert das verschuldete Unternehmen seinen finanziellen Spielraum. Neben dem Schuldenabbau soll mit dem Geld auch das operative Geschäft weiterentweickelt werden.

Freitag, 27. Januar 2012, 18.37 Uhr

Herzogenaurach. Das wegen der Continental-Übernahme hoch verschuldete Familienunternehmen Schaeffler hat sich finanziellen Spielraum verschafft. Zum einem wurde der Kreditrahmen bei jetzt insgesamt acht Banken leicht auf acht Milliarden Euro erhöht. Zum anderen laufen die jetzt abgeschlossenen Verträge länger als die bisherigen. Zudem will sich der Automobil- und Industriezulieferer rund zwei Milliarden Euro durch die Ausgabe neuer Anleihen ins Haus holen und damit die Schulden bei den Banken abbauen. Darüber hinaus habe die Gruppe jetzt auch wieder die Möglichkeiten, das operative Geschäft weiterzuentwickeln.

"Mit der heute abgeschlossenen Kreditvereinbarung und der geplanten Emission von Anleihen diversifizieren wir unsere Kapitalquellen und stellen unsere Finanzierung auf eine stabilere und breitere Basis", sagte Schaeffler-Finanzvorstand Klaus Rosenfeld. Der früher bei der Dresdner Bank für die Finanzgeschäfte verantwortliche Manager will zudem noch mehr Banken ins Boot holen. Mit den am Freitag abgeschlossenen Verträgen sind jetzt bereits acht Banken nach zuvor vier an den Kreditlinien beteiligt.

Das neue Konsortium umfasst folgende Banken BNP Paribas , Commerzbank , Deutsche Bank, HSBC , JPMorgan, LBBW, Royal Bank of Scotland (RBS) und Unicredit. Das fränkische Familienunternehmen hätte sich beinahe an der Übernahme des niedersächsischen Autozulieferers Continental verschluckt. Schäffler hatte den Konkurrenten mit Beginn der Finanzkrise 2008 übernommen und sich dabei finanziell beinahe übernommen.

Im Jahr 2009 stand die Zukunft des Unternehmens auf der Kippe, da die Branchenkrise das operative Geschäft stark belastet hatte und die Zinsen der für den Continental-Kauf notwendigen Kredite zu einem Milliardenverlust geführt hatten. Inzwischen hat sich die Lage wieder beruhigt. Der Umsatz zog zuletzt stark an, die Auftragsbücher waren voll und unter dem Strich stand ein Gewinn in dreistelliger Millionenhöhe. (dpa-AFX/swi; Foto: Schaeffler)

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