Beispiele wie die Insolvenz von Kodak zeigen, dass zwischen der weltweiten Marktführerschaft und dem Untergang nur zwei Jahrzehnte liegen können, wenn ein Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht erkennt oder falsch deutet. Seit zehn Jahren beobachtet nun die Automobilwoche die Branche.
In Zukunft soll jeder zehnte Ford ein SUV sein. Auch Elektro- und Hybrid-varianten sind geplant.
Der Foto-Pionier Kodak hat Insolvenz angemeldet. Ein Unternehmen, das zur weltweiten Verbreitung der Fotografie so viel beigetragen hat wie Ford, Volkswagen oder Toyota zur Verbreitung des Automobils. 1991 war Kodak noch Nummer eins in der Welt und erzielte einen Rekordumsatz von 19 Milliarden Dollar. Besonders bitter: Dem Unternehmen nutzte es auch nichts, innovativ zu sein – die Digitalkamera wurde von Kodak erfunden. Solche Meldungen sollten auch die Autobranche aufschrecken. Denn das Beispiel zeigt, dass zwischen der weltweiten Marktführerschaft und dem Untergang nur zwei Jahrzehnte liegen können, wenn ein Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht erkennt oder falsch deutet. Seit zehn Jahren beobachtet nun die Automobilwoche die Branche. Auch wir haben in der Zeit Weltmarktführer in die Insolvenz fahren sehen: General Motors und Delphi. Große Autohändler mussten aufgeben und wurden übernommen, wie das Branchen-Urgestein Mahag in München oder die Luxus-Häuser Becker in Düsseldorf und König in München. Was kann man daraus lernen? Heute ist niemand mehr zu groß oder zu bekannt, um zu fallen. Auch wenn GM noch einmal mit Staatshilfe gerettet wurde und Delphi mühsam der Insolvenz entsteigt – Marktführer müssen sich und ihr Geschäftsmodell immer wieder infrage stellen, wollen sie der Falle der Erfolgs entgehen, der träge und selbstgerecht macht. Oder, wie mir ein Toyota-Manager einmal sagte: "Nummer eins werden und Nummer eins bleiben sind zwei völlig verschiedene Dinge." Toyota hat es nicht geschafft. Volkswagen sollte sich diese Entwicklungen genau anschauen und tut dies auch, wie wir aus der Unternehmensspitze wissen. Und VW sollte froh sein, nicht schon 2011 General Motors überholt zu haben, um weltweit Nummer eins zu werden. Es wird 2012 schwierig genug, den zweiten Platz gegen Toyota zu verteidigen. Zu schnell zu erfolgreich zu sein, ist gefährlich. Das süße Gift des Erfolgs macht oft träge, blind und fördert die Hybris. Das gilt übrigens auch für die Automobilwoche: Die überwiegend positive Resonanz, die wir zum zehnjährigen Jubiläum aus Handel und Industrie bekommen haben freut und ehrt uns. Sie ist uns aber vor allem eines: Ansporn, noch besser zu werden.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Fondsmanager Michael Muders von Union Investment hat sich in einem Interview vehement gegen ein weiteres Engagement von Mercedes ausgesprochen: "Mercedes muss raus aus der Formel 1."