Beispiele wie die Insolvenz von Kodak zeigen, dass zwischen der weltweiten Marktführerschaft und dem Untergang nur zwei Jahrzehnte liegen können, wenn ein Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht erkennt oder falsch deutet. Seit zehn Jahren beobachtet nun die Automobilwoche die Branche.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
Der Foto-Pionier Kodak hat Insolvenz angemeldet. Ein Unternehmen, das zur weltweiten Verbreitung der Fotografie so viel beigetragen hat wie Ford, Volkswagen oder Toyota zur Verbreitung des Automobils. 1991 war Kodak noch Nummer eins in der Welt und erzielte einen Rekordumsatz von 19 Milliarden Dollar. Besonders bitter: Dem Unternehmen nutzte es auch nichts, innovativ zu sein – die Digitalkamera wurde von Kodak erfunden. Solche Meldungen sollten auch die Autobranche aufschrecken. Denn das Beispiel zeigt, dass zwischen der weltweiten Marktführerschaft und dem Untergang nur zwei Jahrzehnte liegen können, wenn ein Unternehmen die Zeichen der Zeit nicht erkennt oder falsch deutet. Seit zehn Jahren beobachtet nun die Automobilwoche die Branche. Auch wir haben in der Zeit Weltmarktführer in die Insolvenz fahren sehen: General Motors und Delphi. Große Autohändler mussten aufgeben und wurden übernommen, wie das Branchen-Urgestein Mahag in München oder die Luxus-Häuser Becker in Düsseldorf und König in München. Was kann man daraus lernen? Heute ist niemand mehr zu groß oder zu bekannt, um zu fallen. Auch wenn GM noch einmal mit Staatshilfe gerettet wurde und Delphi mühsam der Insolvenz entsteigt – Marktführer müssen sich und ihr Geschäftsmodell immer wieder infrage stellen, wollen sie der Falle der Erfolgs entgehen, der träge und selbstgerecht macht. Oder, wie mir ein Toyota-Manager einmal sagte: "Nummer eins werden und Nummer eins bleiben sind zwei völlig verschiedene Dinge." Toyota hat es nicht geschafft. Volkswagen sollte sich diese Entwicklungen genau anschauen und tut dies auch, wie wir aus der Unternehmensspitze wissen. Und VW sollte froh sein, nicht schon 2011 General Motors überholt zu haben, um weltweit Nummer eins zu werden. Es wird 2012 schwierig genug, den zweiten Platz gegen Toyota zu verteidigen. Zu schnell zu erfolgreich zu sein, ist gefährlich. Das süße Gift des Erfolgs macht oft träge, blind und fördert die Hybris. Das gilt übrigens auch für die Automobilwoche: Die überwiegend positive Resonanz, die wir zum zehnjährigen Jubiläum aus Handel und Industrie bekommen haben freut und ehrt uns. Sie ist uns aber vor allem eines: Ansporn, noch besser zu werden.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.