Die deutschen Medien sind im Herbeischreiben von Krisen, ja der Apokalypse absolute Weltspitze. Das ist gefährlich, da Wirtschaft zu 50 Prozent Psychologie ist. Führen wir uns nur mal die Lage vor Augen: Die Automobilindustrie hat ein Rekordjahr hinter sich. Auch die Beschäftigung ist auf Rekordniveau. Im deutschen Blätterwald, im Internet oder Fernsehen könnte man dennoch den Eindruck gewinnen, die einzige Konstante in unser aller Leben sei die Krise.
Wertentwicklung der Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen vom 1.1.2000 bis zum 31.12.2011
Schade, dass Uli Hoeneß sein Talent für etwas so "nebensächliches" wie Fußball verschwendet. Er wäre sicher auch ein guter Politiker oder Automobilmanager geworden. Kürzlich antwortete der FC-Bayern-Präsident in einem lesenswerten Interview in der "Zeit" auf die Frage, wie er die Euro-Krise lösen würde: "Ich bin nicht der Messias, aber ich würde Ihnen allen (den Journalisten, Anm. d. Red.) verbieten, drei Monate über das Thema zu schreiben." Recht hat er. Die deutschen Medien sind im Herbeischreiben von Krisen, ja der Apokalypse absolute Weltspitze. Das ist gefährlich, da Wirtschaft zu 50 Prozent Psychologie ist. Führen wir uns nur mal die Lage vor Augen: Die Automobilindustrie hat ein Rekordjahr hinter sich. Auch die Beschäftigung ist auf Rekordniveau. Der Ausblick der meisten Unternehmen auf das neue Jahr ist verhalten optimistisch. Kein mir bekannter Automobilmanager rechnet mit einer Rezession oder mit einem Auseinanderbrechen des Euro. Die Prognosen der Spitzenverbände ZDK, VDIK und VDA sehen für 2012 eine Inlandsnachfrage auf dem Niveau von 2011: zwischen 3,1 und 3,2 Millionen Autos. China bleibt die Welt-Konjunkturlokomotive, wobei Konsumenten und Investoren im Reich der Mitte geradezu verrückt sind nach deutschen Produkten. Leben wir nicht in der schönsten aller Welten und der besten aller Zeiten? Nicht, wenn man in den deutschen Blätterwald, ins Internet oder Fernsehen blickt. Dann könnte man den Eindruck gewinnen, die einzige Konstante in unser aller Leben sei die Krise. Dabei ist die einzige Konstante die Unsicherheit: Alle mir bekannten Unternehmen sitzen auf hohen Auftragsbeständen und freuen sich über einen weiterhin stabilen Auftragseingang. Doch ihr Planungshorizont reicht nur wenige Monate weit.Was danach kommt, ist eben nicht sicher. Dennoch: 2012 wird mit Sicherheit ein gutes Autojahr. Das zeigt schon der Blick auf die Neuheiten- Liste: Bis März fahren BMW Dreier, Fiat Panda, Hyundai i30 und Opel Ampera in die Showrooms und werden den Frühjahrsboom zusätzlich anheizen. Bis Jahresende kommen dann weitere erfolgversprechende Neuheiten auf den Markt – bis zum großen Finale im Dezember, wenn Volkswagen seinen Bestseller Golf in die siebte Runde schickt. Die Autosaison 2012 wird also mindestens so spannend wie die Fußballsaison – auch ohne Krise.
Wer an amerikanische Autos denkt, der denkt meist an altmodische Technik, längst überholte Technik. Als die großen US-Autobauer während der Finanzkrise in Schwierigkeiten gerieten,... » mehr lesen
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Die neue chinesische Automarke mit großen internationalen Ambitionen nutzt als erster Autohersteller weltweit die Cloud-Plattform Windows Azure von Microsoft. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte in China.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.