Mitten im deutschen Auto-Boom rutscht Opel in die roten Zahlen zurück. Hoffentlich wird dadurch dem Mutterkonzern General Motors endlich bewusst, dass die bisher angewandten Rezepte zur Sanierung der deutschen Traditionsmarke untauglich sind. Bei den Faktorkosten, vor allem an den Personalkosten zu sparen, um ein Unternehmen zu sanieren, das ist ein Rezept aus der Mottenkiste der Betriebswirtschaftslehre.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
Eigentlich ist es eine gute Nachricht, dass Opel mitten im deutschen Auto-Boom in die roten Zahlen zurückrutscht. Denn das macht nun hoffentlich auch in der General Motors-Zentrale jedermann deutlich, dass die bisher angewandten Rezepte zur Sanierung der deutschen Traditionsmarke untauglich sind. Bevor nun der neue Opel-Aufsichtsratsvorsitzende und GM-Vizechef Stephen Girsky über neue Sparpläne, über Werksschließungen und Stellenstreichungen nachdenkt, sollte ihm jemand sagen, wie viele solcher Sparprogramme bei Opel schon umgesetzt wurden – und nicht nachhaltig gewirkt haben. Wie oft muss diese Art von Sanierung eigentlich noch scheitern, bevor bei GM endlich der Groschen fällt? Bei den Faktorkosten, vor allem an den Personalkosten zu sparen, um ein Unternehmen zu sanieren, das ist ein Rezept aus der Mottenkiste der Betriebswirtschaftslehre. Das Erfolgsrezept, mit dem sich die deutsche Automobilindustrie seit Anfang der 90er-Jahre die internationale Wettbewerbsfähigkeit erkämpfte, sieht anders aus: Zunächst wurden die Einkaufspreise optimiert, dann die Arbeitskosten pro Fahrzeug durch zunehmende Produktivität so weit gesenkt, dass in Deutschland auch Volumenmodelle profitabel produziert werden können. Schließlich wurde die Globalisierung durch die Erschließung neuer Märkte und die Verlagerung von Produktion ins Ausland vorangetrieben. Das Ganze wurde begleitet durch hohe Investitionen in neue Produkte. Auch in Krisenzeiten wurde an der Innovationskraft nicht gespart, weder von den erfolgreichen Autoherstellern noch von ihren Zulieferern. Die ersten zwei dieser vier Punkte hat Opel schon früh umgesetzt – wenn nicht sogar mit erfunden: Rüsselsheim und Eisenach arbeiten produktiv, der Einkauf gilt als effektiv. Nur bei den Investitionen in neue Produkte und der Globalisierung in neue Märkte gibt es Nachholbedarf. Die einzige Alternative zu diesem Programm wäre für GM, sich doch von Opel zu trennen. Das ist nicht die schlechteste aller Möglichkeiten: Volvo, Land Rover und Jaguar haben sich nach der Trennung von Ford in chinesischen und indischen Händen recht gut entwickelt. So gesehen wird auch für Opel 2012 das Jahr der Entscheidung werden: Entweder General Motors gibt der Marke die Mittel, sich endlich nachhaltig zu entwickeln, oder die Amerikaner geben Opel frei.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
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Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.