Hyundai macht – anders als man zuletzt vielleicht annehmen konnte – wohl doch nicht alles richtig. Auf dem deutschen Markt hat der asiatische Überflieger nun einen strategischen Fehler gemacht: Hyundai übernimmt den Importeur, der derzeit mehrheitlich der Schweizer Emil-Frey-Gruppe gehört. Geschäftsführer Werner Frey wird zum Jahresende Hyundai verlassen.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
Na also, dürfte man jetzt in Wolfsburg denken, Hyundai macht also auch nicht alles richtig. Seit VW-Chef Martin Winterkorn sich wiederholt lobend über die Qualität der Produkte aus Korea geäußert hatte, zuletzt in einem YouTube-Video ("Da scheppert nix"), musste man schon den Eindruck gewinnen, Hyundai gelänge alles. Auf dem deutschen Markt hat der asiatische Überflieger nun einen strategischen Fehler gemacht: Hyundai übernimmt den Importeur, der derzeit mehrheitlich der Schweizer Emil-Frey-Gruppe gehört. Geschäftsführer Werner Frey wird zum Jahresende Hyundai verlassen. Ob der Rest des Managements bleibt, ist unklar. Nun kann man es einem Autohersteller nicht verdenken, wenn er die wichtigsten Exportmärkte direkt kontrollieren will. Und Deutschland mit seinen zuletzt 74.000 Verkäufen zählt für Hyundai offensichtlich dazu. Doch die Erfahrungen vieler anderer asiatischer Marken in Europa hätten den Koreanern eine Lehre sein sollen: Toyota, Nissan, Honda, Suzuki oder Mitsubishi haben sich immer dann schwer getan, wenn sie den Import in die eigenen Hände genommen haben. Die Ansprüche der Kunden, die Pflege des Händlernetzes, die Anforderungen des Marktes sind dann doch anders als in anderen Regionen der Welt. Hyundai baut zwar inzwischen Autos, die technisch mit vielen Marken im Volumensegment konkurrieren können, zum Beispiel mit Opel, Peugeot, Renault oder Fiat. Doch gute Technik und Qualität allein reichen nicht. Siehe Ford: Die Kölner sind technologisch mit ihren Downsizing- Motoren, Doppelkupplungsgetrieben und Mehrlenker-Hinterachsen auf Augenhöhe mit Volkswagen unterwegs. Dennoch verkauft selbst die Marke Opel, die technisch in den meisten Belangen eine Fahrzeuggeneration hinterherfährt, in Deutschland mehr Autos. Ford hat ein Vermarktungsproblem. Mit Kia hat Hyundai das beste Beispiel im eigenen Konzern: Beide Marken bauen identische Technologie ein. Kia bietet dabei dank Ex-Audi-Designer Peter Schreyer das europäischere Design und zwei Jahre mehr Garantie. Trotzdem verkauft Hyundai in Deutschland fast doppelt so viele Autos. Man kann den 550 Hyundai-Händlern nur wünschen, dass die gute Zusammenarbeit mit der Zentrale in Neckarsulm weitergeht. Die Erfahrungen der Kia-Händler lassen aber etwas anderes befürchten.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
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Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
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Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
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An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.