Opel-Managerin Anja Kleyboldt, verheiratet und Mutter einer Tochter, gehört zu den 50 "Top-Frauen der Autobranche“, die Automobilwoche in dieser Ausgabe vorstellt. Sie haben auch ohne Frauenquote Karriere gemacht. Über die Gründe, warum Anja Kleyboldt und ihre Kolleginnen in den Führungsetagen von Autoherstellern, Händlern und Zulieferern noch immer so große Ausnahmen sind, wissen wir noch zu wenig.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
München. Von Frauenförderung, Quoten, Teilzeitmodellen und Betriebskindergärten weiß Anja Kleyboldt wenig zu berichten. Umso mehr von effizienter Produktion, Lieferketten und Logistik. Die Diplom-Ingenieurin leitete bis vor wenigen Wochen das Opel-Werk in Kaiserslautern. Jetzt ist sie in Rüsselsheim für die Logistik des Autobauers verantwortlich. Kleyboldt, verheiratet und Mutter einer Tochter, gehört zu den 50 "Top-Frauen der Autobranche", die Automobilwoche in dieser Ausgabe vorstellt. Sie haben auch ohne Frauenquote Karriere gemacht. Über die Gründe, warum Anja Kleyboldt und ihre Kolleginnen in den Führungsetagen von Autoherstellern, Händlern und Zulieferern noch immer so große Ausnahmen sind, wissen wir noch zu wenig. In der Forderung der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen nach einer Frauenquote in Führungspositionen schwingt der Vorwurf mit, Frauen stießen in den Konzernen an die "gläserne Decke", die das vorwiegend männliche Führungspersonal vor zu viel weiblicher Konkurrenz schützen soll. Das Redaktionsteam der Automobilwoche konnte dergleichen nicht belegen. Und bis auf die Statistik, wonach nur 3,7 Prozent der Vorstände in DAX-Konzernen Frauen sind, hat auch die Ministerin wenig zu bieten. Die Forderung von der Leyens ist damit ein Beispiel, auf welch schwacher Faktenlage in diesem Land Gesetze gemacht werden. Da können wir der Ministerin mit ein paar hilfreichen Daten aushelfen: Als Anja Kleyboldt Maschinenbau studiert hat, war sie nach eigenem Bekunden in ihrem Semester die einzige Frau. Und daran hat sich in über 20 Jahren wenig geändert: Derzeit sind gerade mal sechs Prozent der Studierenden in Ingenieurwissenschaften Frauen. Bei den Ausbildungsberufen ist es ähnlich: In der Rangliste der bei jungen Frauen beliebtesten Ausbildungsgänge kommt der erste technische Beruf auf Rang 45: Technische Zeichnerin. Der technikgetriebenen Autobranche entgeht so ein riesiges Potenzial an Fach- und Führungskräften. Das zu ändern, indem schon in Kindergärten und Schulen junge Menschen beiderlei Geschlechts für Technik begeistert werden, wäre eine treffliche Aufgabe für eine Arbeits- oder Familienministerin. Doch damit kommt man nicht in die Tagesschau. Es drängt sich der Eindruck auf: Die einzige Frauen-Karriere, die Frau von der Leyen fördern will, ist ihre eigene.
BMW, Daimler und VW wollen bis 2020 bis zu 20 Prozent der Führungspositionen mit Managerinnen besetzen. Der Vormarsch der Spitzen- Frauen ist nicht mehr aufzuhalten.... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Auf der BMW-Hauptversammlung sprach sich Vorstandschef Norbert Reithofer gegen die neuesten CO2-Forderungen der EU aus. Er forderte von der Politik "verlässliche Rahmenbedingungen". Die neueste Forderung von 68 bis 78 Gramm CO2 pro Kilometer für 2050 sei "politisches Wunschkonzert" und habe "mit technischer Analyse oder Machbarkeit nichts, aber auch gar nichts, zu tun".
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.