In der männerdominierten Automobilindustrie ist Rita Forst eine Ausnahmeerscheinung. Seit Januar 2010 ist sie Entwicklungschefin von Opel und eroberte damit eine der letzten Bastionen, die jahrzehntelang ausnahmslos von Männern besetzt wurden. In dieser Position nimmt sie eine Schlüsselposition bei der Zukunftsgestaltung der Marke ein.
Prognose zur Entwicklung des weltweiten Markts für Fahrzeugvernetzung in den Jahren 2013 bis 2020 in Milliarden Euro
In der männerdominierten Automobilindustrie ist Rita Forst eine Ausnahmeerscheinung. Seit Januar 2010 ist sie Entwicklungschefin von Opel und eroberte damit eine der letzten Bastionen, die jahrzehntelang ausnahmslos von Männern besetzt wurden. In dieser Position nimmt sie eine Schlüsselposition bei der Zukunftsgestaltung der Marke ein. Wer nun erwartet, auf eine kühle Herrscherin über 6000 Ingenieuren zu treffen, wird angenehm enttäuscht. Nicht nur der Autor dieser Zeilen kennt Forst als herzlichen Gesprächspartner, der zuhören kann und keine Arroganz nötig hat, um sich Respekt zu verschaffen. Im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) von Opel in Rüsselsheim begnügt sich Forst mit einem Standardbüro, in dem keine verchromten Automodelle stehen, sondern Familienfotos und eine Kokosnuss. Die "harte Nuss" hat ihr ein früherer Vorgesetzter geschenkt, als sie die Leitung der Dieselmotorenentwicklung antrat. Die 56-jährige Maschinenbau- Ingenieurin muss heute niemandem mehr beweisen, dass sie harte Nüsse knacken kann. "Ich habe Karriere gemacht, weil ich gut bin, und nicht, weil ich eine Frau bin", stellt sie knapp fest. Die Frage nach ihrer Meinung zu einer Frauenquote erübrigt sich damit. Schon als Kind kam für Rita Forst, die auf einem Bauernhof im Taunus aufwuchs, nichts anderes infrage als ein Beruf rund um Motoren und Autos. Bei ihrem Studium der Energie- und Wärmetechnik in Darmstadt war sie eine Exotin – rundum nur Männer. 1977 schloss sie mit 22 Jahren ihr Studium ab und stieg bei Opel ein. Vier Jahre später war sie Projektingenieurin und leitete verschiedene Motorenentwicklungen. Im Alter von 29 Jahren durfte sie als erste Frau aus Europa an einem Weiterbildungsprogramm von General Motors im GM-Entwicklungszentrum in Flint teilnehmen. "Viele haben damals gesagt, die Zeit sei noch nicht reif für eine Frau", erinnert sie sich. Wenig später bekommt sie zwei Söhne – und wird nach kurzer Babypause schmerzhaft daran erinnert, in einer von Männern dominierten Welt zu arbeiten: "Ich musste mich dann zuerst um eine defekte Wasserpumpe kümmern. Das war nicht gerade prickelnd." Forst war maßgeblich an der Entwicklung des Drei-Wege-Katalysators und der Vierventil-Technik bei Opel beteiligt. In Turin war sie federführend beim Aufbau des dortigen Dieselmotoren-Entwicklungszentrums von GM und leitete die Entwicklung der Ecotec- Baureihen und neuer Sechsgang- Schaltgetriebe.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.