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Christine Gaskell, Bentley
Christine Gaskell: Die 52- Jährige ist Personalvorstand von Bentley.
(Foto: Bentley)
Autor:
Guido Reinking
greinking@craincom.de
Montag, 31. Oktober 2011, 00.03 Uhr
Wenn Bentley-Mitarbeiter über ihren Personalvorstand reden, klingt das zunächst wenig schmeichelhaft: "Christine Gaskell ist unser dienstältestes Vorstandsmitglied.“ Doch auf den zweiten Blick ist das durchaus als Kompliment zu verstehen, gehört sie doch dem Vorstand seit 1996 an.

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Wenn Bentley-Mitarbeiter über ihren Personalvorstand reden, klingt das zunächst wenig schmeichelhaft: "Christine Gaskell ist unser dienstältestes Vorstandsmitglied." Doch auf den zweiten Blick ist das durchaus als Kompliment zu verstehen, gehört sie doch dem Vorstand seit 1996 an. Damit hat sie als Einzige die turbulenten Zeiten überstanden, als Rolls-Royce und Bentley zunächst gemeinsam an Volkswagen verkauft wurden und Rolls- Royce schließlich an BMW weitergereicht wurde. Wenn die 52-jährige Personalmanagerin gefragt wird, was der größte Erfolg ihrer Karriere ist, sagt sie: "Teil des Erfolgs von Bentley zu sein."
Schließlich hat sich die Marke durch die schwierigen Zeiten der vergangenen Jahre gekämpft und steht nun vor dem wirtschaftlichen Comeback. Krisen kennt Christine Gaskell nur zu gut: Ihre Karriere begann sie 1982 bei dem chronisch krisengeplagte britischen Fahrzeugkonzern Leyland – jedoch auf der Lkw-Seite, die mittlerweile zu Paccar gehört. Nach einem zweijährigen Ausflug in die Pharmazie- Branche heuerte sie schließlich bei Bentley in Crewe an. Die berühmte "gläserne Decke", die Frauen den Aufstieg in der Männerwelt der Automobilindustrie verwehrt, habe sie durchaus zu spüren bekommen und auch Narben davongetragen, sagte sie einmal.
"Aber wenn ich es anderen Frauen leichter machen kann, meinem Beispiel zu folgen, war es das wert." Dass es in der Autowelt nicht mehr Frauen gibt, habe aber noch andere Gründe – und die sind in Großbritannien offenbar ganz ähnlich wie in Deutschland: "Wir müssen Mädchen bereits in jungen Jahren für die Industrie interessieren. Unser Erziehungssystem tut das leider nicht." Dabei habe die Automobilindustrie einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen bitter nötig: "Unternehmen entwickeln sich besser, wenn beide Geschlechter an der Spitze stehen."
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