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Christine Hohmann-Dennhardt, Daimler
Christine Hohmann-Dennhardt: Die als links geltende ehemalige Verfassungsrichterin sorgt nun bei Daimler für Ordnung.
(Foto: Daimler)
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Montag, 31. Oktober 2011, 00.03 Uhr
Christine Hohmann-Dennhardt ist die erste und bislang einzige Frau im Vorstand von Daimler – und an der ehemaligen Bundesverfassungsrichterin hängt zu einem guten Teil das Schicksal des Autoherstellers. Die stets elegant und stilsicher auftretende 61-Jährige ist für Compliance zuständig: Sie muss mit ihrer Organisation im Konzern für Recht und Ordnung sowie für die Einhaltung interner Regeln sorgen.

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Christine Hohmann-Dennhardt ist die erste und bislang einzige Frau im Vorstand von Daimler – und an der ehemaligen Bundesverfassungsrichterin hängt zu einem guten Teil das Schicksal des Autoherstellers. Die stets elegant und stilsicher auftretende 61-Jährige ist für Compliance zuständig: Sie muss mit ihrer Organisation im Konzern für Recht und Ordnung sowie für die Einhaltung interner Regeln sorgen. Gelingt dies nicht, drohen dem Stuttgarter Autohersteller hohe Strafen von US-Behörden und ein massiver Imageschaden. Wegen einer Korruptionsaffäre wurden bereits 185 Millionen Dollar Strafe bezahlt, nun läuft bis März 2013 die Bewährungsfrist. Konzernchef Dieter Zetsche hat die einstige Sozialrichterin und ehemalige hessische Justizministerin persönlich verpflichtet und ein eigenes Ressort für sie geschaffen.
Es steht außer Frage, dass sich die Mutter zweier Töchter in der Führungsetage und im 260.000 Mitarbeiter umfassenden Unternehmen durchsetzen kann. Beim Thema Compliance setzt Christine Hohmann-Dennhardt, die früher für die Legalisierung weicher Drogen eingetreten ist, vor allem auf Überzeugungskraft. Sie lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass es null Toleranz bei entdeckten Verfehlungen gibt. Vor ihrem Daimler-Engagement fuhr die Sozialdemokratin einen BMW 850 CSi. Inzwischen ist es Mercedes gelungen, sie für die eigene Marke zu begeistern. Ein Dissens aber bleibt: Hohmann-Dennhardt ist für die Frauenquote, Zetsche dagegen.
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