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Martina Merz, Bosch
Martina Merz: Sie lehnt eine gesetzliche Frauenquote ab.
(Foto: Bosch)
Autor:
Matthias Krust
mkrust@craincom.de
Montag, 31. Oktober 2011, 00.03 Uhr
Nicht einmal eine Handvoll Frauen gehören beim Autozulieferer und Technologiekonzern Robert Bosch zu den 250 Top-Führungskräften – Martina Merz ist eine von ihnen. Die ledige Diplom-Ingenieurin verantwortet seit 2005 Vertrieb und Marketing des Geschäftsbereichs Chassis Systems Brakes. Salopp gesprochen verkauft sie Bremsen und deren Komponenten auf der ganzen Welt.

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Nicht einmal eine Handvoll Frauen gehören beim Autozulieferer und Technologiekonzern Robert Bosch zu den 250 Top-Führungskräften – Martina Merz ist eine von ihnen. Die ledige Diplom-Ingenieurin verantwortet seit 2005 Vertrieb und Marketing des Geschäftsbereichs Chassis Systems Brakes. Salopp gesprochen verkauft sie Bremsen und deren Komponenten auf der ganzen Welt. Dass sie es so weit bringen würde, war in ihrer Jugend nicht unbedingt abzusehen: Sie stammt aus dem keine 1000 Einwohner zählenden Dorf Durchhausen im Süden Baden-Württembergs, ging zunächst auf die Realschule und wechselte danach eher per Zufall auf das Technische Gymnasium in Villingen-Schwenningen. Das Studium der Fertigungstechnik auf der Berufsakademie mit Arbeitgeber Bosch war hingegen eine bewusste Entscheidung: "Automobile waren in meiner Jugend Sinnbild für Aufbruch, Moderne und Globalität." Als Bosch das Schließsystem- Geschäft an Brose verkaufte, wechselte die passionierte Marathonläuferin mit und wurde für drei Jahre Geschäftsführerin in Wuppertal. Ihre Feuertaufe als Managerin erhielt Martina Merz, als sie dort einen massiven Stellenabbau veranlassen musste. Junge Mütter sind ihrer Beobachtung nach besonders gut als Führungskräfte geeignet: Sie führen kompromisslos, aber mit großer Zuneigung. Grundsätzlich unterstützt die 48-Jährige das Bestreben der Industrie, den Anteil der Frauen in Managementpositionen zu erhöhen. "Eine gesetzliche Quote lehne ich aber ab." Persönlich bringt sie sich als Steuerkreis- Mitglied des Frauennetzwerks woman@bosch ein. Merz hält die Karrierechancen für Frauen bei Bosch für gut. Viele Frauen würden aber zu früh aufgeben, bemängelt sie.
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