Widersprüchlicher hätten die Schlagzeilen nicht sein können. Während das "Handelsblatt" Autokäufern Internetscheu attestierte sprach die "Financial Times Deutschland" ihnen das Verlangen nach Webshops zu. Zunächst mal ist ja durchaus erfreulich, dass man in der Presselandschaft noch unterschiedliche Meinungen findet. Dabei berufen sich beide Blätter auf die gleiche Quelle, eine Umfrage der Unternehmensberatung Capgemini.
VW hat in Deutschland im ersten Quartal 2013 von allen Autoherstellern am meisten für Werbung ausgegeben.
München. Die Schlagzeilen hätten widersprüchlicher nicht sein können: "Autokäufer meiden das Internet", schrieb das "Handelsblatt" am Donnerstag vergangener Woche, während die "Financial Times Deutschland" titelte: "Autokäufer verlangen nach Webshops". Zunächst mal ist ja durchaus erfreulich, dass man in der Presselandschaft noch unterschiedliche Meinungen findet – wenn auch nur auf diesem Spezialgebiet. In zentralen Fragen von Atomausstieg bis Griechenlandhilfe muss man ja schon den Eindruck gewinnen, es gebe in Deutschland eine Art staatstragende Einheitspresse: Widerspruch wird nicht geduldet. Was die Frage des Autohandels im Internet angeht, berufen sich beide Blätter auf die gleiche Quelle, eine Umfrage der Unternehmensberatung Capgemini. Nur schreibt die "FTD", dass immerhin 42 Prozent der Kunden weltweit bereit wären, ihr nächstes Auto im Internet zu kaufen, während das Handelsblatt betont, für fast 60 Prozent der Kunden sei noch immer das Autohaus die wichtigste Informationsquelle. Vielleicht hat Friedrich Nietzsche ja Recht, wenn er sagt, es gebe keine Wahrheit, sondern nur Interpretationen. Nun, ein paar unumstößliche Tatsachen zum Thema Autohandel im Internet gibt es schon. So ist das World Wide Web zweifellos zu einer wichtigen Informationsquelle beim Neuwagenkauf geworden. Doch ob tatsächlich viele Menschen bereit sind, im Durchschnitt immerhin mehr als 20.000 Euro für ein neues Auto auszugeben, ohne es ein einziges Mal angefasst, ohne drin gesessen, ohne eine Probefahrt gemacht zu haben, das muss bezweifelt werden. Alle Projekte, von Opel über Seat bis Mini, Neuwagen direkt im Internet zu verkaufen, sind nicht über das Versuchsstadium hinausgekommen. Die Stückzahlen der so abgesetzten Autos blieben sehr überschaubar. Und selbst diese Kunden hatten sich zumeist im Autohaus informiert, bevor sie sich im Internet den günstigen Kaufpreis (den sie womöglich auch im Autohaus bekommen hätten) gesichert haben. So ist auch bei 46 Prozent der befragten der Preis der Hauptgrund für den Kauf im Internet. Eine Testfahrt hätten sie dennoch gern gemacht. Der Autohandel kann also beruhigt sein. Übrigens: Solange selbst eine Computermarke wie Apple eigene Shops betreibt, müssen sich die Autohäuser keine allzu großen Sorgen machen.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
Volkswagen hat in seinem US-Werk mittlerweile 250.000 Passat für den US-Markt gebaut. Das Fahrzeug hat großen Anteil daran, dass sich die Verkäufe der Marke VW in den USA von 2009 bis 2012 verdoppelt haben.
2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.