NEU: ePaper
Benutzeranmeldung:
Mercedes-Offensive in der Kompaktklasse
Aktuelle B-Klasse: Optisch ähnelt die kommende B-Klasse ihrem Vorgänger. Auch sie behält das Hochdach-Konzept.
(Foto: Daimler)
Autor: Thomas Geiger
Samstag, 15. Oktober 2011, 00.03 Uhr
Daimler-Chef Dieter Zetsche bläst jetzt mit der neuen B-Klasse zum "Angriff auf das Kompaktsegment": "Statt bislang zwei werden wir in dieser Klasse deshalb künftig fünf Modelle anbieten." Alle Modelle bauen auf einer komplett neuen Architektur auf.

Hintergrunddaten zum Thema:
11/2013
Aktueller durchschnittlicher Verbrauch der Premiumhersteller Audi, BMW und Mercedes in China und Ziele in den Jahren 2015 und 2015

11/2013
Der Kleintransporter Mercedes-Benz Citan und seine Rivalen Renault Kangoo und VW Caddy im Vergleich der Preise und Crawltest-Ergebnisse

06/2013
Die Mercedes-Benz-Bank ist im Jahr 2012 gewachsen.

Stuttgart. Mercedes setzt große Hoffnungen in die kleinen Autos. Nachdem die Schwaben in der Liga, in der heute weltweit pro Jahr 19 und zum Ende der Dekade sogar 34 Millionen Fahrzeuge verkauft werden, bislang nicht sonderlich erfolgreich waren, bläst Daimler-Chef Dieter Zetsche jetzt mit der neuen B-Klasse zum "Angriff auf das Kompaktsegment": Der neue "Compact Sports Tourer", der im November in den Handel kommt, markiert den Beginn einer groß angelegten Modelloffensive, verspricht der Vorstandsvorsitzende: "Statt bislang zwei werden wir in dieser Klasse deshalb künftig fünf Modelle anbieten."

Alle Modelle bauen auf einer komplett neuen Architektur auf. Deshalb fährt die B-Klasse nicht nur mit einem neuen Design und einem Innenraum vor, der in der Materialanmutung endlich auf Mercedes-Niveau angekommen ist. Sondern sie will auch mit einer Liste von Assistenzsystemen punkten, die fast so lang ist wie in der S-Klasse und zum ersten Mal im Segment einen radargestützen Kollisionswarner mit Notbremsfunktion umfasst. Aber das ist noch nicht alles: "Wir haben komplett neue Motoren, eine neue Hinterachse und ein neues Chassis", sagt Baureihenleiter Jörg Prigl. Dabei haben die Ingenieure den bekannten Sandwichboden gestrichen, so dass der Schwerpunkt sinkt, das Auto flacher wird und man näher an der Straße sitzt. Ganz vergessen ist der doppelte Boden aber nicht, sagt Prigl. Jetzt heißt er "Energy Space" und wird dann eingebaut, wenn alternative Antriebe wie Elektromotoren Range Extender oder Brennstoffzelle zum Einsatz kommen.

Erst einmal startet die B-Klasse aber mit konventionellen Motoren, die allesamt neu sind und jetzt auf den Aggregaten aus C- und E-Klasse basieren. Es gibt einen 1,8 Liter großen Diesel mit 109 oder 136 PS und einen Benzin-Direkteinspritzer mit 1,6 Litern Hubraum und 122 oder 156 PS, die Mercedes nun auf Wunsch erstmals mit einer Doppelkupplung kombiniert. Weil Start-Stopp Standard ist und die B-Klasse windschnittiger ist als ihre Konkurrenten, geht der Verbrauch um teilweise über 20 Prozent zurück und liegt jetzt zwischen 4,4 und 6,2 Litern.

"So viele Neuheiten auf einen Schlag gab es noch bei keinem Modellwechsel in der Geschichte von Mercedes-Benz", prahlt Entwicklungsvorstand Thomas Weber. Nur eines ist gleich geblieben: Der Preis. Denn zumindest das Basismodell der B-Klasse kostet mit 26.001,50 Euro auf den Cent genauso viel wie der seit 2005 immerhin 700.000 Mal gebaute Vorgänger. (Foto: Daimler)
Kommentare zum Artikel:
Weiterführende Links:
"Wir wollen jährlich 1,5 Milliarden Euro sparen."
Mercedes muss den Absatz und die Profitabilität schneller steigern als die Konkurrenz, um bis 2020 wieder Premiumhersteller... » mehr lesen

Daimler baut neue A-Klasse in Rastatt
Der Stuttgarter Autohersteller Daimler will im Werk Rastatt drei Modelle der neuen Kompaktwagengeneration bauen. Neben der B-... » mehr lesen

Mercedes bringt Herrenduft und sponsort American Football
Der Stuttgarter Premiumhersteller startet zwei Marketing-Aktivitäten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Während im ersten ... » mehr lesen

Renovierte Mercedes-Benz Arena eingeweiht
Daimler-Chef Dieter Zetsche, Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster und Gerd Mäuser, Präsident des VfB Stuttgart, haben... » mehr lesen

B-Klasse - Klotzen statt Kleckern
Daimler hat bei der Entwicklung der neuen Kompaktwagengeneration keine Kosten und Mühen gescheut: Die künftige B-Klasse erhält... » mehr lesen

Die beliebtesten Inhalte der letzten 7 Tage:
4340
Leser
Der Zulieferer Mahle übernimmt die Mehrheit am Klimaanlagenspezialisten Behr. Dies teilte Mahle am Donnerstag mit.
3511
Leser
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
2735
Leser
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
2545
Leser
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
2438
Leser
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
2115
Leser
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
1936
Leser
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
1858
Leser
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
1818
Leser
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
1800
Leser
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.