Auf den Fluren von Porsche und Volkswagen wird bereits seit geraumer Zeit gemunkelt, die geplante Verschmelzung käme nie zustande. Dass nun die Fusion aus rechtlichen Gründen zunächst verschoben wird, passt ins Bild. Auf operativer Ebene ist die Zusammenarbeit zwischen Porsche und dem VW-Konzern auch so längst ins Laufen gekommen.
Wichtige Kennzahlen des italienisch-amerikanischen Konzerns Fiat-Chrysler aus dem ersten Quartal 2013 im Vergleich zum ersten Quartal 2012
München. Die Pläne einer Verschmelzung von Volkswagen und Porsche waren noch nicht so alt, da wurde auf den Fluren beider Unternehmen bereits gemunkelt: "Diese Fusion kommt nie." Die rauchenden Köpfe in den Rechtsabteilungen, die das kaum kalkulierbare rechtliche Risiko der Verschmelzung kalkulieren und gerichtsfest machen sollten, sowie die Mehrheitsverhältnisse in Porsche Holding und VW-Aufsichtsrat sprächen dagegen: Die Familien Piëch und Porsche kontrollieren die Porsche SE, die wiederum die Mehrheit an VW hält. So groß wäre ihr Einfluss nach einer Fusion sicher nicht mehr. Denn auch Großaktionär Katar bekäme ein größeres Stück vom ganzen Kuchen. Dass nun die Fusion aus rechtlichen Gründen zunächst verschoben wird, passt ins Bild. Auf operativer Ebene ist die Zusammenarbeit zwischen Porsche und dem VW-Konzern auch so längst ins Laufen gekommen. Der ehemalige Porsche-Entwicklungsleiter und heutige Bentley-Chef Wolfgang Dürheimer kündigt an, Anleihen am Porsche-Produktionssystem und am Antrieb des 918 Hybrid zu nehmen, Audi und Porsche stimmen ihre Sportwagen- und Motorsportstrategie aufeinander ab, Porsche bedient sich bei Elektronik und Antrieb im VW-Konzernbaukasten. Klar gibt es auch Rivalitäten zwischen Porsche und Audi, aber die gibt es innerhalb des VW-Konzerns auch. Wozu also noch fusionieren angesichts der rechtlichen Risiken durch Klagen von windigen Hedgefonds, die sich betrogen fühlen? Zudem hat VW mit Suzuki auch noch andere Sorgen: Die Japaner haben neues Selbstbewusstsein erlangt und wollen die noch selbstbewussteren Deutschen nicht mehr im Unternehmen haben. VW denkt aber gar nicht daran, seine 19,9-Prozent- Beteiligung an Suzuki so einfach herzugeben. Vielleicht tauscht Martin Winterkorn ja mit Fiat-Chef Sergio Marchionne die Suzuki-Aktien gegen Alfa Romeo. Fiat braucht Suzuki viel dringender als die Wolfsburger, die mit dem VW Up gezeigt haben, dass sie auch ohne fremde Hilfe einen wettbewerbsfähigen Kleinwagen bauen können. Bei Marchionne hingegen dürfte langsam die Erkenntnis wachsen, dass man nur mit Chrysler die sechs Millionen Autos im Jahr schwerlich erreichen wird, die ein Massenhersteller zum Überleben braucht. Das Marken-Monopoly in der Automobilindustrie bleibt also spannend.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.