Auf der IAA in Frankfurt stellt der geneigte Beobachter fest, dass Deutschland im Herbeireden von Krisen zur Weltspitze gehört. Da präsentiert die deutsche Autobranche nicht nur spannende Fahrzeugkonzepte und Erfolg versprechende Serienmodelle, sondern auch die besten Zahlen, die sie je gemeldet hat. Das sollte doch, angesichts der Krise und Perspektivlosigkeit in Ländern Südeuropas, in Großbritannien und den USA, ein Grund zur Freude sein. Doch weit gefehlt: Schon nehmen die Aktienanalysten das böse R-Wort (Rezession) in den Mund, und die Börsen reagieren mit deutlichen Kursabschlägen.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
München. Die IAA in Frankfurt zeigt zweierlei: Deutschland ist nicht nur Spitze im Bau von Automobilen, sondern auch im Herbeireden von Krisen. Da präsentiert die deutsche Autobranche nicht nur spannende Fahrzeugkonzepte und Erfolg versprechende Serienmodelle, sondern auch die besten Zahlen, die sie je gemeldet hat. Das sollte doch, angesichts der Krise und Perspektivlosigkeit in Ländern Südeuropas, in Großbritannien und den USA, ein Grund zur Freude sein. Doch weit gefehlt: Schon nehmen die Aktienanalysten das böse R-Wort (Rezession) in den Mund, und die Börsen reagieren mit deutlichen Kursabschlägen. Dass einige Analysten so handeln, ist aus ihrer Sicht verständlich. Sie leben von der Volatilität, dem Auf und Ab an den Börsen. Nichts ist schlimmer für Investmentbanker als ein kontinuierlicher Boom. Denn darunter leidet der Bonus. Auch das Orakel von Duisburg hat sich schon zu Wort gemeldet. 2012 würde in der Automobilindustrie zum "Jahr der Stagnation" – was ja ganz furchtbar klingt. Dabei wäre, selbst wenn es kein Wachstum mehr gäbe, 2012 auf dem Niveau von 2011 ein fantastisches Autojahr. Der Autoabsatz stagnierte nämlich auf höchstem Level. Die meisten Autowerke und Zulieferer produzieren seit Monaten an der Kapazitätsgrenze – oder darüber hinaus. Die Frage müsste eher lauten: Wie viel Wachstum verträgt die Industrie eigentlich noch, ohne Opfer des eigenen Erfolgs zu werden? Derzeit sieht kein Autobauer des Landes Anzeichen für eine Krise. Da haben sich Martin Winterkorn, Dieter Zetsche, Norbert Reithofer und Franz Fehrenbach eindeutig geäußert. Im Gegenteil: Der Bestelleingang der Zulieferer wächst weiter – bei ZF jüngst um zehn Prozent. "Wir werden noch so laut von Krise reden, bis die Kunden tatsächlich anfangen, ihre Kaufentscheidungen zurückzustellen", warnt ZDK-Präsident Robert Rademacher. In Deutschland wurden im August 18 Prozent mehr Autos verkauft als vor einem Jahr. Trotzdem sieht der Duisburger Auto-Professor Ferdinand Dudenhöffer den Markt in einer "fragilen Situation". So "fragil" wären andere Branchen und andere Volkswirtschaften sicher gern. Selbst in China ist der Automarkt im August nur um drei Prozent gewachsen. Das niedrige Wachstum dort geht vor allem zulasten chinesischer Marken. VW, Audi, Mercedes und BMW wachsen weiter kräftig. Schon wieder keine Krise…
Warum nicht gleich so? Diese Frage würde man gern an den früheren Porsche-Chef Wendelin Wiedeking richten. Der im Sommer 2009 im Zuge der gescheiterten VW-Übernahme geschasste... » mehr lesen
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.