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Keine Gefahr für Händler
Car2go: Dass Daimlers Carsharing-Projekt zur Bedrohung für den Handel werden könnte, glaubt man im Smart-Händlerverband nicht.
(Foto: Daimler)
Dienstag, 12. Juli 2011, 11.09 Uhr
Daimler startet mit Elektro-Smarts in Ulm und Neu-Ulm eine weitere Entwicklungsstufe seines Carsharing-Projekts. Ulrich Fromme, bis vor Kurzem Sprecher der deutschen Smart-Händler, rechnet nicht damit, dass bei einer Ausweitung des Car2go-Konzepts das Aftersales-Geschäft für den Handel als Ausgleich für nicht verkaufte Autos dienen muss.

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Bettina John
München. Mit dem Start einer Smart-Elektroflotte in Ulm und Neu-Ulm hat der Daimler-Konzern eine weitere Entwicklungsstufe seines Carsharing-Projekts gestartet. Der Praxistest soll zunächst mit nur wenigen vollelektrischen Smart Fortwo-Modellen laufen. Ulrich Fromme, bis vor Kurzem Sprecher der deutschen Smart-Händler, räumt dem Elektro- Smart gute Chancen ein: "Fest steht: Smart ist weit vorne bei der Elektromobilität", so der Vizepräsident des Deutschen Kfz-Gewerbes. "Wichtig für den Erfolg ist in jedem Fall der Preis."

Keine potenziellen Käufer
Fromme rechnet nicht damit, dass bei einer Ausweitung des Car2go-Konzepts das Aftersales- Geschäft für den Handel als Ausgleich für nicht verkaufte Autos dienen muss: "Der Car2go-Kunde ist nicht der potenzielle Kaufinteressent." Auch sein Nachfolger an der Spitze des Smart-Händlerverbands, Friedrich Maier, glaubt nicht, dass der Service "zur Kompensation für nicht verkaufte Fahrzeuge gedacht ist, sondern vielmehr äußerst sinnvoll ausgewählt wurde, da bei dem autorisierten Partner das erforderliche Know-how zu finden ist". Der Händlersprecher: "Generell glauben wir nicht an eine Minderung des Absatzes durch den Einsatz von Car2go. Durch das vermehrte Auftreten des Produkts in urbanen Gebieten wird die Marke gestärkt und eher ein Mehrabsatz generiert."
Insofern sieht auch Maier keine Erosion des Neuwagengeschäfts durch Car2go, räumt aber ein: "Sicher ist, dass sich das Verhalten in Bezug auf Fahrzeugbesitz und Fahrzeugnutzung in den kommenden Jahren, vor allem in den urbanen Gebieten, ändern wird. Sollte der Handel darauf nicht die richtigen Antworten finden, so wird ihm nicht nur das Sharinggeschäft verloren gehen." Er kann sich durchaus vorstellen, dass Smart-Händler selbst Car2go anbieten: "Die Systeme haben einen Reifegrad erreicht, der es auch erlaubt, in urban angrenzenden Gebieten tätig zu werden", so der Händlersprecher. "Sicherlich ist eine Mindesteinsatzzahl für die Wirtschaftlichkeit erforderlich. Dies ist im Einzelfall abzuwägen." Sein Vorgänger Fromme weiß von zwei Smart-Partnern in Ballungsräumen, "die diese Option zurzeit prüfen".
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