"Entschuldigung“, fragt der Kunde den Audi-Händler, "haben Sie denn keinen X3?“ "Wir haben keinen Q5“, antwortet der, "keinen X3 gibt's nebenan bei BMW.“ Viele Händler sind für dieses Jahr bei manchen Modellen schlicht ausverkauft. Und das ausgerechnet bei einer Fahrzeuggattung, der hochbezahlte Auto-Propheten noch vor Kurzem das schnelle Ende vorausgesagt haben: SUVs in allen Größenklassen.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
München. "Entschuldigung", fragt der Kunde den Audi-Händler, "haben Sie denn keinen X3?" "Wir haben keinen Q5", antwortet der, "keinen X3 gibt's nebenan bei BMW." Wer hätte gedacht, dass der abgedroschene DDR-Witz im deutschen Autohandel noch einmal recycelt werden könnte. Doch es ist Realität: Viele Händler sind für dieses Jahr bei manchen Modellen schlicht ausverkauft. Und das ausgerechnet bei einer Fahrzeuggattung, der hochbezahlte Auto-Propheten noch vor Kurzem das schnelle Ende vorausgesagt haben: SUVs in allen Größenklassen. Selbst Dickschiffe wie Audi Q7, Porsche Cayenne und Range Rover, möglichst mit starkem Diesel und Automatik, verlangen Käufern monatelange Geduld ab. Die Gründe sind nicht nur in der wiedererstarkten europäischen und nordamerikanischen Nachfrage nach solchen Produkten zu suchen, die in manchen Kreisen doch längst als politisch inkorrekt gelten sollten. Die hohe Nachfrage aus China verknappt dieses Gut zusätzlich. Denn die Chinesen kaufen vor allem voll ausgestattet und mit Top-Motorisierung. Übrigens: Auch in China sind SUVs politisch nicht gewollt. Die Regierung mag die als Spritschlucker verschrienen Geländewagen gar nicht. Doch die Kunden wollen sie – wie in Europa – trotzdem. Für den deutschen Autohandel ergibt sich daraus eine schwierige Situation: Manche Händler fürchten schon, sie könnten wegen der Lieferengpässe in diesem Jahr ihre mit dem Hersteller vereinbarten Volumenziele verfehlen und deshalb einen Teil ihrer Marge verlieren. Andere, die im Glauben an das von den Auguren prophezeite Ende des SUV-Segments zu zaghaft vorbestellt haben, müssen nun gute und solvente Kunden verprellen. Oder sie zu anderen Modellen überreden, was oft nicht ohne größeren Rabatt abgeht. Trotz dieser Situation weigern sich die Autohersteller zu Recht, die Produktionskapazitäten deutlich zu erhöhen. Denn der wirtschaftliche Aufschwung, der auch die SUV-Nachfrage beflügelt hat, kann und wird nicht ewig so weitergehen. In den USA macht die Autokonjunktur gerade Pause. Daimler-Chef Dieter Zetsche sieht schon "manche Wolke am blauen Himmel". Auch in China verlangsamt sich das Wachstum. Und der Euro-Raum schaut bang auf die ungelösten Krisenfälle Griechenland, Spanien und Portugal. In einer solchen Situation sind lange Lieferzeiten wohl doch das geringere Übel.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.