Nach der Ernennung des neuen Opel-Chefs Karl-Friedrich Stracke sitzt in Rüsselsheim wieder ein Mann am Steuer, der – anders als sein Vorgänger – die hiesigen Verhältnisse kennt und sogar noch etwas von Autos versteht. Doch auf ihn wartet eine Herkulesaufgabe.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
München. Die holprige Berufung des neuen Opel-Chefs Karl-Friedrich Stracke hat fast überdeckt, dass dessen Ernennung für die deutsche Traditionsmarke eine gute Nachricht ist. Jetzt sitzt in Rüsselsheim wieder ein Mann am Steuer, der – anders als sein Vorgänger – die hiesigen Verhältnisse kennt und sogar noch etwas von Autos versteht. Doch auf ihn wartet eine Herkulesaufgabe. Die Querelen der vergangenen Jahre haben den ohnehin schon ramponierten Ruf der Marke weiter beschädigt. Zudem wurde zu wenig in neue Autos und Technologie investiert: Ein eigenes Kompakt- SUV, frische Kleinwagen- Konzepte, aufgeladene Benzin- Direkteinspritzer, Doppelkupplungsgetriebe – all das suchen Kunden bei Opel vergeblich. Volkswagen, Ford, selbst Hyundai hängen Opel technologisch ab.
Hinzu kommen die Vertriebsprobleme: Die Opel-Händler gehören zwar zu den zufriedensten im Land, hat der Schwacke Marken-Monitor erfragt. Doch das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch der Opel-Handel zu wenig investiert hat. Viele Autohäuser mit ihren gelben Fassaden versprühen den Charme der 70er-Jahre. Zudem ist das Handelsnetz mit über 1000 Verkaufsstellen absurd überbesetzt. Die Hälfte wäre ausreichend. Schwerer als diese deutsche Baustelle wiegt ohnehin die mangelnde Globalisierung: Ohne die Wachstumsmärkte in China, Südamerika, Indien und Osteuropa wird Opel mittel- bis langfristig kaum überleben können. Man stelle sich die margenschwache Marke VW ohne USA und China vor – das wäre ein Desaster.
Ob aber die Muttergesellschaft General Motors ihrer deutschen Tochter den vollen Zugang zu diesen Märkten gewähren will, ist noch immer fraglich. Aus Südamerika – einem Markt, der Fiat derzeit das Überleben sichert – wurde Opel von der Konzernmutter herausgedrängt. Nordamerika bleibt tabu. Der Vorstoß nach China ist ohne eigene Produktion vor Ort zum Scheitern verurteilt. Die erzwungene technische Zusammenarbeit mit Chevrolet/ Daewoo in Südkorea funktioniert nicht, denn die dort entwickelte Technik ist für die anspruchsvolle deutsche Kundschaft ungenügend. Karl-Friedrich Stracke ist angesichts dieser Probleme um seinen Job nicht zu beneiden. Sein Vorteil: Er kennt als ehemaliger GM-Entwicklungschef die Konzern-Zentrale besser als seine Vorgänger. Hoffentlich findet er dort auch weiterhin Gehör.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
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2016 wollen Peugeot und Citroen ihre neue Druckluft-Hybrid-Technologie in Serienmodellen einführen. Die Hybrid Air genannte Technologie setzt auf hydraulische statt elektrische Energie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen.
Wegen Verdachts auf Bilanzbetrug hat die schwedische Justiz drei frühere Manager des insolventen Autobauers Saab verhört. Darunter ist auch der ehemalige Konzernchef Jan Åke Jonsson.
Der amerikanische Autokonzern Ford fährt seine Produktion wegen der großen Nachfrage auf dem Heimatmarkt hoch. In diesem Jahr sollen 240.000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als zunächst geplant.