Das Autoland Baden-Württemberg bekommt einen grünen Ministerpräsidenten. Ein Blick ins grüne Wahlprogramm und Äußerungen grüner Politiker zum Thema Automobilindustrie lassen für die nahe Zukunft nichts Gutes ahnen. Da heißt es, in Baden-Württemberg große Luxusautos zu bauen und diese dann nach China zu verkaufen, sei kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Nun müssen sich die Porsche, Daimler und Audi zunächst jedoch keine großen Sorgen machen: Die Chinesen werden nicht die badenwürttembergische Landesregierung um Erlaubnis fragen, ob sie weiterhin S-Klasse oder A8 fahren dürfen.
VW hat in Deutschland im ersten Quartal 2013 von allen Autoherstellern am meisten für Werbung ausgegeben.
München. Ein grüner Ministerpräsident im Autoland Baden-Württemberg – das verspricht interessant zu werden. Nun erscheint einem Winfried Kretschmann als veritable und integre Persönlichkeit. Kein Fundi, sondern ein Realpolitiker. Doch Herr Kretschmann und sein schwacher Koalitionspartner, die SPD, dürften auch nicht das Problem sein, sondern die grünen Träumer und Idealisten, die in seinem Kielwasser an die Ruder der Macht geschwommen sind. Ein Blick ins grüne Wahlprogramm und Äußerungen grüner Politiker zum Thema Automobilindustrie lassen für die nahe Zukunft nichts Gutes ahnen. Da heißt es, in Baden-Württemberg große Luxusautos zu bauen und diese dann nach China zu verkaufen, sei kein nachhaltiges Geschäftsmodell. Nachhaltig vielleicht nicht, aber sehr erfolgreich, wie die jüngsten Bilanzen von Daimler, Audi und Porsche zeigen. Nun müssen sich die genannten Unternehmen zunächst keine großen Sorgen machen: Die Chinesen werden nicht die badenwürttembergische Landesregierung um Erlaubnis fragen, ob sie weiterhin S-Klasse oder A8 fahren dürfen.
In Peking, 2000 Kilometer westlich von Fukushima, interessiert man sich ja nicht mal für die Atomausstiegshysterie hierzulande, geschweige denn für grüne Verkehrspolitik. Und wo steht eigentlich in der Verfassung, dass die Landesregierung die Modellpolitik der Autobauer bestimmt? Das letzte im Staatsauftrag gebaute Auto in Deutschland hieß Trabant und war nicht gerade ein Exportschlager.
Noch interessanter sind die Bemerkungen im grünen Wahlprogramm an die Adresse der extrem erfolgreichen Zulieferer im Ländle: Die sollten sich doch bitte vom Autogeschäft verabschieden und sich lieber der Umwelt- oder Medizintechnik zuwenden. Beides sind sicher Zukunftsbranchen. Doch sollte den Grünen jemand sagen, dass es kaum eine Branche mit derart großen globalen Wachstumschancen gibt wie die Automobilindustrie: 64 Millionen Autos wurden im vergangenen Jahr weltweit gebaut. In zehn Jahren dürften es über 100 Millionen sein – vor allem für Märkte wie China, Indien, Nord- und Südamerika, Russland. 90 bis 95 Prozent davon werden mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sein. Ich weiß nicht, ob Herr Kretschmann in zehn Jahren noch an der Regierung ist. Ich weiß nur: Diese Autos werden gebaut, mit oder ohne Baden-Württemberg.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.