Nicht nur die deutsche, sondern die europäische Autoindustrie sollte Rudolf Diesel ein Denkmal setzen. Denn was die Branche auf dem "alten Kontinent“ dem Selbstzünder verdankt, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nichts hat stärker dazu beigetragen, die asiatische Konkurrenz in Europa klein zu halten, keine andere Technologie hat mehr CO2 im Straßenverkehr reduziert als der bauartbedingt sparsame Selbstzünder.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
München. Bei den vielen Branchen- und Firmenjubiläen des Jahres geht eines beinahe unter: Der Diesel- Pkw wird 75 Jahre alt. Dabei sollte nicht nur die deutsche, sondern die europäische Autoindustrie Rudolf Diesel ein Denkmal setzen. Denn was die Branche auf dem "alten Kontinent" dem Selbstzünder verdankt, kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Nichts hat stärker dazu beigetragen, die asiatische Konkurrenz in Europa klein zu halten, keine andere Technologie hat mehr CO2 im Straßenverkehr reduziert als der bauartbedingt sparsame Selbstzünder. Wenn nur die Hälfte der SUVs und Pick-ups in den USA einen Dieselmotor hätte, könnte das Land auf sämtliche Erdölimporte aus Saudi-Arabien verzichten. Dass der Diesel heute gegenüber dem technisch viel aufwendigeren Benzin-Hybrid politisch unter Druck gerät, indem man ihm kaum einzuhaltende Abgasgrenzwerte abverlangt, ist sicher nicht nur der erfolgreichen Lobbyarbeit des Hybrid-Pioniers Toyota geschuldet. Es herrscht in der Politik offenbar schlicht Unwissen darüber, was der Autostandort Europa dem Diesel alles verdankt.
Die Konkurrenz vor allem zwischen Diesel- Pionier Bosch, Magneti Marelli, Continental und Delphi um die beste Diesel-Einspritztechnik hat das Technologieniveau in ungeahnte Höhen getrieben. Und es geht weiter: Bosch will den Verbrauch des Diesel-Pkw nochmals um 20 bis 30 Prozent senken – bei gleicher Leistung. Lange sahen es die japanischen und zunächst auch die südkoreanischen Autobauer nicht ein, Hunderte Millionen in moderne Dieselmotoren zu investieren, wo dieser Antrieb doch auf ihrem wichtigsten Markt USA gar keine Rolle spielt. Parallel zum Wachstum des Diesel-Anteils in Westeuropa von zunächst knapp über 30 auf über 50 Prozent im vergangenen Jahrzehnt kam der Niedergang der japanischen Autobauer.
Daran konnte auch der Hybrid-Hype wenig ändern, der sich sowieso größtenteils in den Medien und weniger in den Autohäusern abgespielt hat. Wer in Europa ohne modernen Diesel antritt, möglichst mit Automatik, der fällt bei der Hälfte der Kunden durchs Raster. Das werden auch die Chinesen noch merken, sollten sie eines Tages ernsthaft versuchen, in Europa Fuß zu fassen. Die wollen zwar gleich mit dem Elektroauto kommen, aber ob der Kunde dafür empfänglicher ist als für den Hybrid? Hier kommen Sie direkt zur Umfrage.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.