Trotz der meist düsteren Prognosen zu Beginn des Jahres 2010 haben viele Hersteller und Zulieferer mittlerweile Luxusprobleme. Reifenhändler Goodyear Dunlop etwa kann die Pneus gar nicht so schnell backen, wie sie von Autoherstellern und vom Reifenhandel bestellt werden. Was daran beängstigend ist? Offenbar ist in dieser Branche kaum noch etwas planbar, schon gar kein Geschäftsjahr.
In Europa gelten aktuell und auch in Zukunft die strengsten CO2-Grenzwerte.
München. Was in den vergangenen Wochen von Autoherstellern und Zulieferern zu hören war, ist beängstigend – auch wenn es auf den ersten Blick durchaus erfreuliche Nachrichten waren. So konnte Bosch für 2010 mit seinen vorläufigen Geschäftszahlen für das vergangene Jahr ein Rekordergebnis melden. Statt der noch Anfang 2010 erwarteten "schwarzen Null" wurde ein Milliardengewinn erwirtschaftet, statt vier Prozent der Mitarbeiter, die weltweit das Unternehmen eigentlich verlassen sollten, wurden fast fünf Prozent mehr beschäftigt. Ein ähnliches Bild bei ZF. Vor einem Jahr hätten ihm die Kunden noch ein tiefschwarzes Konjunkturbild gemalt, sagte Vorstandschef Holger Härter kürzlich, und nun wisse er kaum noch, wo er die ganzen Teile und Komponenten hernehmen soll, die von den OEMs für 2011 bestellt würden. Auch die Reifenbranche steckt in der Zwickmühle: Marktführer Goodyear Dunlop sieht sich ebenfalls dem Luxusproblem gegenüber, die Pneus gar nicht so schnell backen zu können, wie sie von Autoherstellern und vom Reifenhandel bestellt werden.
Was daran beängstigend ist? Offenbar ist in dieser Branche kaum noch etwas planbar, schon gar kein Geschäftsjahr. In den vergangenen Wochen haben viele Autohändler mit ihren Marken die Planziele für 2011 festgelegt. Man fragt sich dabei, auf welcher Basis diese Prognosen wohl errechnet wurden. Nun kam man schon in den vergangenen Jahren stets auf 120 oder 130 Prozent, wenn man die Marktanteilsziele der Autohersteller in Deutschland zusammenrechnete. Doch es war zumindest immer ziemlich klar, mit welchem Volumen man bei 100 Prozent zu rechnen hatte.
Während man sich in Deutschland dabei noch recht gut auf die drei Millionen Autos verlassen kann, die hier pro Jahr verkauft werden – alles darüber sind sowieso "produzierte Gebrauchtwagen" –, wird die Prognose richtig schwer, wenn es um die großen Exportmärkte in Westeuropa, Nordamerika und vor allem in Asien geht. Ist der überschwängliche Optimismus der Amerikaner wirklich gerechtfertigt, trotz besorgniserregender Arbeitslosigkeit und Verschuldung? Kann der Automarkt in China weiter so stark wachsen, ohne dass schlichtweg der Platz auf den Straßen ausgeht? Würgt Großbritannien mit dem Sparkurs die Konjunktur ab? Wie geht es mit dem Euro weiter? – Hat mal jemand eine Kristallkugel? Hier kommen Sie direkt zur Umfrage.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
War das nur ein Missverständnis, oder vielleicht doch eher Missmanagement? Opel hat am Freitag seine Haltung korrigiert, das Werk Bochum bereits Ende 2014 vollständig zu schließen. Nun hat der Vorstand umdisponiert, das Warenverteilzentrum mit derzeit 430 Arbeitsplätzen soll doch noch bis ins Jahr 2016 hinein bestehen bleiben.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.