Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Glinicke startet in neue Ära
Gruppenbild mit Käfer: Seniorchef Peter Glinicke (2.v. re.) mit Sohn Florian und den Führungskräften Giepen, Bachmann und Schaub (v.li.).
Autor: Tim Westermann
Montag, 12. Juli 2010, 00.03 Uhr
Das Traditions-Autohaus Glinicke aus Kassel feiert dieses Jahr sein 80-jähriges Bestehen. Das Unternehmen betreibt 16 Autohäuser in drei Bundesländern und gehört zu den 20 erfolgreichsten Autohäusern in Deutschland.
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Kassel. Das Traditionsunternehmen Autohaus Glinicke aus Kassel betreibt 16 Autohäuser in drei Bundesländern. Es gehört zu den 20 erfolgreichsten Autohäusern in Deutschland. Jetzt wird der Betrieb 80 Jahre alt. Ein guter Zeitpunkt für Seniorchef Peter Glinicke, das Ruder an seinen Sohn und Juniorchef Florian Glinicke zu übergeben. "Florian wird das Unternehmen in die Zukunft führen", vertraut der 77-Jährige auf die Fähigkeiten seines Sohnes, der ein gesundes Unternehmen übernimmt: 827 Mitarbeiter, ein breit gefächertes Markenspektrum mit VW, VW Nutzfahrzeuge, Audi, Skoda, Jaguar, Land Rover, Peugeot, Porsche und Hyundai sowie ein Servicevertrag mit Seat. Peter Glinicke hat seinen "Filius", wie er immer wieder betont, langsam an die Verantwortung herangeführt.
Die Geschäfte gehen gut: Von Januar bis Mai 2010 hat man 3712 Neuwagen verkauft. Zusätzlich steht der Absatz von 3554 Gebrauchtwagen in den Büchern. "Insbesondere bei den Marken Audi, Volkswagen, Porsche und Jaguar hat die Kaufzurückhaltung offenbar ein Ende", freut sich Florian Glinicke über ähnliche Zahlen wie im Vorjahr. Der Gesamtumsatz 2009 lag bei rund 365 Millionen Euro. Rund 20.000 Fahrzeuge, neue und gebrauchte, wurden verkauft.
"Das nächste Jahrzehnt wird durchgreifende Veränderungen für den Automobilhandel bringen. Wir sehen uns als Mobilitätsdienstleister mit innovativen Ideen und einem Höchstmaß an Serviceorientierung", blickt Florian Glinicke in die Zukunft und verweist auf strukturelle Veränderungen beim Volkswagen-Handelspartner. Man sei schlanker geworden. Im Klartext: "Um die Marktausschöpfung in Service und Verkauf zu verbessern, haben wir eine ,Small-Commercial‘-Gebietsbearbeitung eingeführt. Das gewährleistet eine systematische Marktbearbeitung und gibt auch kleineren Firmen eine optimale Preisstruktur und Betreuung für den Firmenfahrzeug-Sektor", erklärt Peter Glinicke. Expansion nach der Wende
Der 77-Jährige weiß, wovon er spricht. Schließlich führte er das Unternehmen zur heutigen Größe, nachdem er 1958 die Geschäfte einschließlich eines seit 1948 bestehenden Händlervertrags mit Volkswagen übernommen hatte. Seitdem ging es steil bergauf. Nach der Wende expandierte Peter Glinicke in den neuen Bundesländern. "Rückblickend war das für mich die größte Herausforderung meines beruflichen Lebens. Aber ich habe sie gemeistert", berichtet Peter Glinicke.
Damals eröffnete er nach der Währungsunion in Erfurt ein Autohaus für die Marken Volkswagen, Audi und Skoda. Es folgte Glinickes größter Misserfolg, als er in Nordrhein- Westfalen den ehemaligen VW-Großhändler Wehmeier&Castrup nach der Übernahme nicht in die Gewinnzone bringen konnte. Einzig das Porsche-Zentrum in Bielefeld blieb übrig. Auch nach der Übergabe wird sich der Seniorchef nicht ganz zurückziehen. "Florian wird das Unternehmen führen. Ich werde mich jetzt mit Akquisethemen befassen", sagt Peter Glinicke.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.