Die Arbeitnehmer des insolventen Zulieferers hoffen auf eine positive Entscheidung des Kartellamtes für eine Übernahme der Verdecksparte durch den kanadischen Magna-Konzern. Nach Angaben des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Gerhard Schrader hatten einige der Fahrzeughersteller damit gedroht, Aufträge abzuziehen, falls der im Bieterkampf unterlegene spanische Zulieferer CIE noch zum Zuge kommen sollte.
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Osnabrück. Die Arbeitnehmer beim insolventen Zulieferer Karmann plädieren für einen positiven Bescheid des Kartellamts zur Übernahme der Verdecksparte durch Magna. Einer der Gründe: Dem Betriebsrat wurde vonseiten einiger Autohersteller signalisiert, dass diese nur mit Magna als künftigem Eigner die Zusammenarbeit fortsetzen wollen. Die Hersteller sehen in einem Verkauf an den spanischen Zulieferer CIE, der gegen Magna im Bieterkampf unterlegen ist, "keine tragfähige Lösung", sagt der stellvertretende Karmann-Betriebsratsvorsitzende, Gerhard Schrader. Kunden hätten gedroht, Aufträge abzuziehen. Dadurch seien 350 Arbeitsplätze gefährdet.
"Wir brauchen eine kurzfristige Entscheidung", mahnt Schrader. Zwar habe Karmann volle Auftragsbücher, doch um den Zuschlag bei Entwicklungsaufträgen zu erhalten, sei es wichtig, dass sich das Kartellamt schnell entscheidet. Die Behörde hatte Bedenken angemeldet, da es mit Webasto/Edscha nur noch einen großen Wettbewerber bei Verdecksystemen gibt, und eine Entscheidung bis Ende Mai angekündigt.
Magna hat laut Schrader einen Fortbestand des Osnabrücker Standorts und einen Erhalt der Arbeitsplätze bis 2016 zugesagt. Dass der Name Karmann bald Geschichte sein könnte, stört Schrader nicht. "An dem Namen hängen wir nicht mehr." Dafür habe das Verhalten der Gesellschafter in den vergangenen Monaten gesorgt.
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