Die Zahl der internetaffinen "Digital Natives“ steigt rapide. Doch bedeutet das automatisch, dass der Autokauf ins Internet wandert? Wohl kaum: Überall auf der Welt werden aufwendig gestaltete Apple-Stores eröffnet. Solange Apple-Kunden, die einen großen Teil der Arbeits- und Freizeit vor dem Computer verbringen, einen Shop brauchen, muss der Autohandel keine Angst haben.
Absatzzahlen der japanischen Hersteller Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Mazda, Mitsubishi, Daihatsu und Subaru in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2012 sowie im ersten Quartal 2013
München. Kürzlich sagte mir ein bekannter Autoprofessor, er habe schon lange keinen Neuwagen mehr beim Händler gekauft. Er mache das im Internet. "Ich nehme sowieso immer einen Dreier-BMW." Und der Vorstandschef einer Internet-Gebrauchtwagen-Plattform ging noch weiter: "Ich habe noch nie eine Probefahrt gemacht." Zuletzt habe er sich einen Maserati gekauft und das nicht bereut. "Wozu also noch ein Autohaus, wenn es doch das Internet gibt?" Das sind ja wirklich schlechte Aussichten für den Autohandel, könnte man denken. Doch der Blick dieser Leute ist der von Profis, die beruflich mit dem Automobil zu tun haben. Sie können neue Modelle auf Automessen wie jüngst in Genf unter die Lupe nehmen. Statt Probefahrten beim Händler zu machen, bekommen sie Testautos gestellt. Und alle paar Jahre beziehen sie risikolos einen neuen Firmenwagen. Doch diese Gruppe ist eine Minderheit.
Für das Gros der Autokunden ist der Kauf eines Neuwagens die nach der Immobile zweitteuerste Anschaffung ihres Lebens. Möchte man wirklich so viel Geld ausgeben, immerhin 22.520 Euro im Durchschnitt im vergangenen Jahr, ohne das Produkt selbst in Augenschein zu nehmen? Ohne sich sachkundig beraten zu lassen? Ohne die Farbe bei Tageslicht zu sehen? Möglicherweise wächst die Gruppe von Kunden ohne diesen emotionalen Zugang zum Auto. Auch die Zahl der internetaffinen "Digital Natives" steigt rapide. Doch bedeutet das automatisch, dass der Autokauf ins Internet wandert? Wohl kaum: Überall auf der Welt werden aufwendig gestaltete Apple-Stores eröffnet. Solange Apple-Kunden, die einen großen Teil der Arbeits- und Freizeit vor dem Computer verbringen, einen Shop brauchen, muss der Autohandel keine Angst haben.
Das bedeutet natürlich nicht, dass es im Handel keine Marktbereinigung geben wird. Im Gegenteil: Der Konsolidierungsprozess wird sich weiter beschleunigen. Wie viele der 18.250 Markenbetriebe, die der ZDK gerade gezählt hat, letztlich überleben können, steht in den Sternen. 2,7 Millionen Neuwagen werden in diesem Jahr in Deutschland voraussichtlich verkauft. 250 Neuwagen sollte ein Händler im Jahr mindestens verkaufen, besser 500. Für wie viele Händler in einem Drei-Millionen- Markt auf Dauer Platz ist, kann man sich leicht ausrechnen. Das, und nicht das Internet, ist die Herausforderung des Handels.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
Nach dem Aus für das Bochumer Opel-Werk im Jahr 2014 ringt der deutsche Autobauer mit der britischen Schwester Vauxhall um den künftigen Produktionsstandort für den Zafira Tourer. Die besten Chancen haben nach Angaben aus dem Aufsichtsrat das Stammwerk in Rüsselsheim und das britische Werk in Ellesmere Port.
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Einem Medienbericht zufolge wird der bayerische Premiumhersteller insgesamt mehr als drei Milliarden Euro in die neue Submarke BMW i investieren. Das Unternehmen will von Anfang an mit jedem Auto Geld verdienen.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
An den Fließbändern des Premiumherstellers Daimler arbeiten einem Medienbericht zufolge Menschen, deren Lohn vom Staat aufgestockt werden muss. Dabei soll es sich um Leiharbeiter handeln.