Am Dienstag kommender Woche, dem ersten Pressetag der mit Spannung erwarteten Branchenschau IAA in Frankfurt, könnte ein fast vergessen gewähntes VW-Thema, das sich überdies nicht um interessante Automobile dreht, abermals in die Schlagzeilen geraten: Der frühere VW-Betriebsratschef Klaus Volkert erwartet vom Bundesgerichtshof wegweisende Einlassungen zu seinem Revisionsverfahren.
Absatz von Toyota, General Motors und Volkswagen im Jahr 2012
Wolfsburg. Am kommenden Dienstag (15. 9.) wird sich der Leipziger Strafsenat des Bundesgerichtshofs mit der Causa Klaus Volkert befassen. Neben der Revision des Strafmaßes gegen den früheren VW-Betriebsratsvorsitzenden hat sich die Kammer auch mit dem Verfahren gegen den Ex-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer zu beschäftigen. Volkert und Gebauer waren im Zuge der Affären um Lustreisen und Schmiergeldzahlungen bei Volkswagen zu zwei Jahren und neun Monaten Haft respektive einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.
Dem Vernehmen nach hoffen Volkert und Gebauer nun auf eine Minderung ihrer Urteile; die für die früheren Ermittlungen gegen die beiden VW-Oberen zuständige Staatsanwaltschaft Braunschweig hingegen soll auf eine Verschärfung drängen. Der Bundesgerichtshof, so die Erwartung der Streitparteien, wird sich zunächst vor allem zu der Frage einlassen müssen, ob die Verhandlungen gegen Volkert und Gebauer am Landgericht Braunschweig formaljuristisch korrekt abgehalten wurden. Neue Zeugen werden am nächsten Dienstag allerdings nicht gehört. Und obschon in Frankfurt am Main zeitgleich der erste Pressetag der IAA stattfindet, rechnet man in Leipzig offenbar mit einem so erheblichen medialen Interesse am Revisionsverfahren, dass bereits ein besonders großer Gerichtssaal reserviert worden ist.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.