Während Absatz und Umsatz wachsen, schmilzt der Gewinn der Pkw-Sparte zusammen. Allen... » mehr lesen
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Abwrackprämie sorgt für Sturm auf die Autohäuser
Bargeld winkt: Die Abwrackprämie treibt die Kunden scharenweise in die Autohäuser - selbst bei Nobelmarken.
Montag, 26. Januar 2009, 00.03 Uhr
Die Abwrackprämie scheint entgegen der anfänglichen Skepsis durchschlagende Wirkung zu haben: Autohäuser berichten von einem regelrechten Kundenansturm, Hersteller wie Peugeot von einem Plus von bis zu 80 Prozent bei den Bestellungen. Selbst die Premiummarken profitieren von der Prämie. Auch Opel konnte im Kleinwagensegment „kräftig zulegen“, so Marketingchef Alain Visser.
Die Rangliste der in Deutschland verbrauchten Biokraftstoffe führt seit Jahren mit deutlichem Abstand Biodiesel an.
München. Dank der staatlichen Finanzspritze kehrt die Kauflust der Deutschen zurück. "Die Umweltprämie kann ein konjunktureller und politischer Volltreffer werden", freut sich ZDK-Präsident Robert Rademacher. Seine Zuversicht wird durch eine Umfrage der Automobilwoche unter Autohändlern und Herstellern bestätigt.
So erwartet Peugeot-Deutschland-Chef Olivier Dardart 12.000 zusätziche Prämien-Verkäufe. Die Bestellungen stiegen im Januar um über 80 Prozent, weil die Händler "vor allem ihre Bestände im Kleinwagenbereich schnell abverkaufen". Die Stimmung bei den Peugeot-Händlern sei deshalb so gut wie schon lange nicht mehr.
Auch Opel konnte im Kleinwagensegment "kräftig zulegen", bestätigt Marketingchef Alain Visser. Im Privatkundengeschäft verzeichnete Opel im Januar ein Plus von 30 Prozent. Dadurch kann die Kurzarbeit in den Werken Eisenach und Saragossa nun um zwei Tage reduziert werden.
Bei Fiat reduzieren sich derzeit die Lagerbestände drastisch, mancher Händler fühle sich "sogar an die Zeiten der Wiedervereinigung erinnert", sagt ein Fiat-Sprecher. Bei der AVAG sind einige Modelle bereits ausverkauft, so Vorstandschef Volker Borkowski. Bisher gingen 1200 Aufträge für Prämien-Fahrzeuge ein, bis Ende März rechnet Borkowski mit weiteren 3000 Bestellungen.
Bei Nissan sind die kleinen Modelle Note und Micra so gefragt wie seit Monaten nicht mehr. Deshalb müssten Sonderschichten im britischen Werk Sunderland gefahren werden, sagt Nissan-Deutschlandchef Andreas Gabriel. Bei Citroën ist der kleine C1 nahezu ausverkauft, der Importeur sucht händeringend nach freien Einheiten im Ausland. Umweltprämie nützt auch höherpreisigen Fahrzeugen - psychologischer Effekt
Vor allem kostengünstige Finanzierungsangebote mit der Umweltprämie als Anzahlung locken Kunden. Selbst Premiummarken profitieren. Mercedes-Händlersprecher Peter Ritter sieht einen "unglaublichen psychologischen Effekt". Der Autokauf sei wieder ein Thema - auch bei "höherpreisigen Modellen, die mit der Prämie gar nichts zu tun haben".
Bei der Wellergruppe haben sich die Auftragseingänge teilweise verdreifacht, bundesweit rechnet Unternehmenschef Burkhard Weller jetzt mit 600.000 Prämien-Verkäufen. Der Fördertopf werde also genau für das prognostizierte Volumen reichen.
Das sieht Stefan N. Quary, Chef der Gruppen Dürkop und DAH, nicht so. Er rechnet schon im März mit Ebbe im Prämientopf und plädiert für eine Aufstockung der Förderung. Binnen drei Wochen wurden in seinen Betrieben 500 Prämien-Autos verkauft, auf Kleinwagen müssen Kunden mindestens sechs Wochen warten. Bei Bestellungen mit längerer Lieferzeit sollten die Hersteller daher eine Prämiengarantie übernehmen, fordert Quary.
Trotz der derzeitigen Euphorie macht sich Quary aber keine Illusionen, dass die Insolvenzwelle im Kfz-Gewerbe gestoppt werden könnte. "Die Erträge aus der Umweltprämie helfen, die Löcher aus der Vergangenheit zu stopfen", ist der Dürkop-Chef überzeugt, "aber man kann damit sicher nicht das dringend nötige Polster für die Zukunft anlegen. Importeure - Von der Abwrackprämie profitieren alle
Die Importeure weisen unterdessen die These zurück, dass die deutsche Umweltprämie ganz überwiegend den ausländischen Anbietern kleinerer Fahrzeuge nutze. "Das finde ich absurd", sagt dazu Peugeot-Deutschlandchef Dardart. Denn in vielen ausländischen Fahrzeugen seien auch Komponenten aus Deutschland verbaut. "Rund 22 Prozent der in einem Peugeot vorhandenen Teile kommen aus Deutschland," versichert Dardart. Damit sichere jeder Kunde, der sich für einen Peugeot entscheide, auch Arbeitsplätze in Deutschland.
Arbeitgeber und IG Metall haben sich in Bayern auf den neuen Tarifvertrag für die Beschäftigten des Kfz-Gewerbes geeinigt. Unterm Strich ähnelt das Ergebnis dem Abschluss in der Industrie.
Im Bochumer Opel-Werk ruhte am Dienstag die Arbeit für mehrere Stunden die Arbeit, während die Beschäftigten an einer Informationsveranstaltung teilnahmen.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der erste Fünfer startete 1972 durch, jetzt bringt BMW die überarbeitete Version der sechsten Generation: Sie steht ab 20. Juli bei den Händlern. Für Limousine und Kombi bietet der Autobauer vier Benzin- und sechs Dieselantriebe an. Als Spitzenmotorisierung dient ein neuer V8-Antrieb mit 450 PS.
In Europa beklagt sich die Autobranche mit wachsender Verzweiflung über die unaufhaltsam scheinenden Marktanteilsgewinne der koranischen Autobauer. In Korea jedoch sehen sich inzwischen auch Hyundai und Kia einer wachsenden Schar erfolgreicher Importeure aus Deutschland gegenüber - wenn auch nur in dem prestigeträchtigen Segment der Luxuswagen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Wenn sich ein Auto nicht mehr per mechanischer Verbindung zwischen Lenkrad und Rädern steuern lässt, dürfte das viele Fahrer erst einmal irritieren. Dabei ist Steer-by-Wire - also das Lenken per Datenkabel - potenziell sicherer. Dennoch wird es vorerst die Ausnahme bleiben.
In der EU wird heftig um schärfere CO2-Grenzwerte für Autos gerungen. Aus deutscher Sicht könnten diese große Nachteile für einheimische Oberklasse-Hersteller bringen. Der mächtige Branchenverband VDA hat nun der Kanzlerin geschrieben.
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BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.