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Angebotsvielfalt belastet die Werkstattsysteme
Helmut Wolk: Nutzung der Leistungsbausteine hinterfragen.
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Montag, 13. August 2007, 00.03 Uhr
Hintergrunddaten zum Thema:
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München. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, haben die Werkstattsysteme im Laufe ihrer Entwicklung immer mehr Leistungsbausteine für ihre Partner aufgetürmt. Nun erweisen sich einige dieser Bausteine als kostspieliger Ballast, weil die Werkstätten kaum Gebrauch davon machen. "Man muss sich fragen, welche Leistungsbausteine wirklich genutzt werden. Das sind letztlich nur drei oder vier", sagt Helmut Wolk, der seit Jahren Werkstattsysteme berät. Vor allem die Versorgung mit technischen Informationen wird von den Betrieben stark nachgefragt. Laut einer Untersuchung der Kölner Unternehmensberatung BBE ist den Werkstätten die technische Unterstützung wichtiger als Marketing und Programme zur Kundengewinnung.

Korrekturbedarf sehen die Konzeptanbieter vor allem bei der kaufmännischen Weiterbildung: "Wir wissen, dass diese in mancher Werkstatt ein ungeliebtes Kind ist. Aber wir sehen es als unsere Aufgabe, auch solche Kurse anzubieten", sagt Mitja Bartsch, Leiter der Partnerbetreuung bei Automeister. Um das Problem der geringen Nutzung besser beurteilen zu können, analysiert die Automeister-Systemzentrale gerade die einzelnen Leistungsbausteine.

Auch AC Auto Check bietet den Partnern bislang mehr Angebote, als diese nachfragen: "Wir haben uns das Ziel gesetzt, in unseren jährlich mehr als 150 Informationsveranstaltungen die Betriebe von der Notwendigkeit der Konzeptbausteine zu überzeugen", sagt Marketingleiter Thomas Sülzle. Sein Kollege bei Carat, Thilo Brocksch, steht vor demselben Problem: "Teilweise haben wir bei Instrumenten, die von unseren Betrieben lautstark gefordert wurden, eine Nutzungsquote von zehn bis 20 Prozent." Brocksch ist klar, dass die Bausteine damit nicht wirtschaftlich sind, aber man könne sich eben "nur schwer von etwas trennen, das man eingeführt hat. Und deshalb schleppen wirklich alle Systeme im Markt die Hälfte ihrer Instrumente umsonst mit sich." Brocksch sieht die ganze Branche in einem Dilemma: "Solange niemand damit anfängt, mal eine Leistung zu streichen, wird es der andere auch nicht tun."
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