Automobilwoche

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Wolfgang Porsche verteidigt Einstieg bei VW

Der Aufsichtsratschef der Porsche-Holding, Wolfgang Porsche, schließt eine Aufstockung der VW-Beteiligung nicht aus.

Wolfgang Porsche, Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche-Holding, hat den Einstieg von Porsche bei VW als "sinnvolle Investition" bezeichnet. Porsche habe einen Partner gebraucht, mit dem etwa die Entwicklungskosten geteilt werden können, sagte Porsche in einem Interview.

Sonntag, 29. Juli 2007, 12.00 Uhr

Stuttgart. Wolfgang Porsche, der Aufsichtsratsvorsitzende der Porsche-Holding, hat den Einstieg des Sportwagenherstellers bei VW als "sinnvolle Investition" bezeichnet. Porsche habe einen Partner gebraucht, mit dem das Unternehmen etwa die Entwicklungskosten teilen kann, sagte Porsche in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Die Idee dazu sei von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking gekommen. "Und die (Idee) hat ja eine für den künftigen Geschäftsverlauf und die Zukunftssicherung von Porsche überzeugende Logik", betonte er. Wenn man das nötige Geld verdiene, stelle sich die Frage nach einer sinnvollen Investition." Für uns war das zweifelsohne Volkswagen, zumal der Aktienkurs günstig war. Bevor die Heuschrecken eingestiegen sind, haben wir den Schritt getan." Eine "untergeordnete Rolle" habe dabei auch die Familientradition gespielt. "Als wir in der Familie darüber diskutiert haben, sind die alten Verbindungen zu VW schnell sichtbar geworden."

Zugleich schloss er eine höhere Beteiligung für den Fall nicht aus, dass das VW-Gesetz und damit die Beschränkungen dafür wegfallen sollten: "Unsympathisch ist der Gedanke nicht, das stimmt." Wolfgang Porsche ist der Enkel von Ferdinand Porsche, der den legendären VW Käfer erfunden hatte. In der nächsten oder übernächsten Generation sei vorstellbar, dass ein Familien-Mitglied Porsche Chef werde. "Dann, wenn wir abgetreten sind, die wir die eine oder andere Blessur innerhalb der Familie erlitten haben". Es sei wichtig gewesen, die operative Verantwortung nicht mehr von Angehörigen der rund 50 Mitglieder zählenden Familie Porsche und Piëch ausüben zu lassen. "Die Familie stand sich im Geschäft zu sehr auf den Füßen."(dpa/gem)

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