Automobilwoche

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"Klimaschwein" Porsche weist Greenpeace-Kritik zurück

Plakate von Porsche anlässlich des Greenpeace-Besuchs.

Porsche hat eine Greenpeace-Demonstration (Motto: "Klimaschweine") vor seinem Stammwerk in Zuffenhausen genutzt, um die Umweltorganisation über das eigene Umweltengagement aufzuklären. Porsche informierte dabei mit größflächigen Plakaten.

Donnerstag, 26. Juli 2007, 15.44 Uhr

Stuttgart. Zum ersten Mal in der Geschichte des Automobilherstellers hat Greenpeace am Donnerstag Porsche einen Besuch abgestattet. Das Unternehmen nutzte die Premiere, indem es die Umweltorganisation mit einem großen Plakat mit der Aufschrift „Geschafft! Greenpeace demonstriert bei Porsche. Jetzt sind wir wer!“ vor seinem Stammwerk in Zuffenhausen willkommen hieß.

Greenpeace warf dem Unternehmen vor, seine Fahrzeuge seien „Klimaschweine“. Porsche wies dies zurück und klärte seinerseits die Aktivisten darüber auf, dass weniger als zwölf Prozent der CO2-Emission in Deutschland von Personenkraftwagen stammen und der Anteil von Porsche daran bei weniger als einem Promille liege. Porsche präsentierte seine Gegenargumente auf einem zweiten Großplakat. Unter der Schlagzeile „Gut zu wissen“ war dort zu lesen:

„Porsche trägt im Verkehr weniger als 0,1 Prozent zum CO2-Ausstoß bei“
„Porsche hat den geringsten CO2-Ausstoß pro PS“
„Porsche wird CO2-Ausstoß bis 2012 um über 20 Prozent senken“
„Porsche bringt Hybridmotor: weniger als 9 Liter Verbrauch auf 100 km“

Auch andere Hersteller besucht

Porsche vor diesem Hintergrund als „Klimaschwein“ zu bezeichnen "ist deshalb nicht nur unzutreffend, sondern böswillig", teilt Porsche mit. Das Unternehmen hatte in der Vergangenheit immer wieder darauf hingewiesen, dass Porsche die CO2-Emission seiner Fahrzeuge jährlich um 1,7 Prozent reduziere. Dies würden nur wenige Hersteller schaffen. Darüber hinaus können Porsche-Sportwagen schon heute mit bis zu zehn Prozent Bio-Kraftstoffanteil (Ethanol) fahren. Der neue Cayenne vertrage sogar bis zu 25 Prozent.

Zusätzlich werde Porsche bis zum Ende des Jahrzehnts eine Hybridvariante beim Cayenne anbieten. Hier laute das Ziel, eine „8“ vor dem Komma zu erreichen – also weniger als neun Liter Verbrauch auf 100 Kilometer. Auch die vierte Baureihe von Porsche, der Gran Turismo Panamera, der 2009 auf den Markt kommt, werde mit einem Hybridmotor angeboten werden.

Vor Porsche hatte Greenpeace mit seiner "Klimaschweine"-Aktion bereits andere Autohersteller wie BMW und Audi besucht.

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