Porsche hat 100 Lehrstellen ab September 2008 zu besetzen. Der Autobauer ist besonders an jungen Menschen interessiert, die Industriemechaniker oder Fahrzeugmechatroniker werden wollen. Dabei will Porsche die Frauenquote erhöhen.
Freitag, 20. Juli 2007, 11.08 Uhr
Stuttgart. Porsche führt am Freitagnachmittag einen Tag der offenen Lehrwerkstatt durch. Im Ausbildungszentrum in der Stammheimer Straße in Zuffenhausen können sich junge Menschen ein Bild von den 14 technischen und kaufmännischen Berufen machen, in denen Porsche ausbildet. Insgesamt sind 100 Plätze neu zu besetzen; die Ausbildung startet im September 2008, teilt Porsche mit.
Dieter Esser, Leiter der Berufsausbildung: „Eine fundierte handwerklich-technische Ausbildung ist für Porsche weiterhin von zentraler Bedeutung. Nur mit bestens ausgebildeten Nachwuchskräften können wir unsere hohen Qualitätsstandards langfristig absichern.“ Gesucht werden vor allem Industriemechaniker, die zu hochkarätigen Automobilbauern ausgebildet werden sollen.
Neben Industriemechanikern sucht Porsche Fahrzeugmechatroniker mit Schwerpunkt Pkw-Technik oder Fahrzeugkommunikationstechnik. Besonders gute Berufschancen bieten sich laut Esser Absolventen von Realschulen und Gymnasien, die bereit sind, nach ihrer Ausbildung für einen längeren Zeitraum im Ausland zu arbeiten, um beispielsweise in den Wachstumsmärkten Russland und China Servicezentren aufzubauen. Bereits während der Ausbildung seien deshalb Auslandseinsätze der Auszubildenden vorgesehen.
Frauen dringend gesucht
Auch in diesem Jahr werde der Sportwagenhersteller wieder Hauptschüler
einstellen: „Bei Porsche kommt es nicht allein auf gute Noten an. Wir wollen junge Menschen mit ‚Benzin im Blut’, Teamgeist und handwerklichem Geschick“, beschreibt Esser die Kriterien, nach denen die Porsche-Ausbilder die geeigneten Kandidaten auswählen.
Dabei wird der Ausbildungsleiter auch nicht müde, an junge Frauen zu appellieren, sich für Berufe im technischen Bereich zu bewerben. Aktuell liegt die Frauenquote im gewerblichen Bereich des Sportwagenherstellers bei rund zehn Prozent – zu wenig, wie Esser findet: „Wir erleben tagtäglich, dass Mädchen ihren männlichen Kollegen in nichts nachstehen und von der Porsche-Technik genauso begeistert sind wie die Jungs.“
Im kaufmännischen Bereich bietet der Stuttgarter Sportwagenhersteller eine Ausbildung zum Industriekaufmann/Industriekauffrau mit Zusatzqualifikation „Internationales Wirtschaftsmanagement“ mit Fremdsprachen sowie verschiedene technische Berufsakademie-Studiengänge an.
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