Wartung gefragt
GTÜ-Mängelreport: Mehr Autos in der Werkstatt
Hannover. Die Logistik als Kernkompetenz des Kfz-Teilegroßhandels ist nicht nur Kosten-, sondern auch Ertragsfaktor. Diese These vertrat Andreas Kaapke, Geschäftsführer des Instituts für Handelsforschung an der Uni Köln, anlässlich der Jahrestagung des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA) in Hannover. Nach Meinung des Verfechters der Großhandelsfunktion -- "Ich bin ein leidenschaftlicher Vertreter der Mehrstufigkeit" -- realisiert der Großhandel Kostenvorteile für den Hersteller, Qualitätsvorteile für den Einzelhandel und Zeitvorteile für den Abnehmer -- und ist damit ein entscheidender Teil der Wertschöpfungskette.
Eine Einschätzung, die der wieder gewählte GVA-Vorsitzende Hartmut Röhl teilt: "Wir sind besser als der Pharma-Großhandel", unterstrich er die Leistungsfähigkeit der Branche vor rund 300 Tagungsteilnehmern. Dem Branchenverband GVA gehören derzeit etwa 160 Teilehändler und 130 Teilehersteller an. Die anhaltende Konsolidierung in der Branche aufgrund von Fusionen und Übernahmen hinterlässt inzwischen auch im GVA ihre Spuren. So konnte der Verband seine Mitgliederzahl im laufenden Jahr trotz der Neuaufnahme von zwölf Unternehmen nicht steigern.
Im deutschen Kfz-Servicemarkt mit einem Gesamtvolumen von 17,5 Milliarden Euro pro Jahr haben die freien Mehrmarkenbetriebe -- die Hauptklientel der GVA-Unternehmen -- den Vertragswerkstätten weitere Marktanteile abgenommen, hat die Kölner Unternehmensberatung BBE ermittelt. Die freien Servicebetriebe halten demnach aktuell 53 Prozent des Ersatzmarktes. Die BBE-Zahlen stützen die Tendenz einer Umfrage unter den GVA-Mitgliedern, wonach 74 Prozent der Unternehmen ihren Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern konnten.
Dennoch lasse sich der Erfolg der freien Werkstätten nicht ohne Abstriche auf die Großhandelsebene übertragen, schränkte Röhl ein. Denn auch die Fahrzeughersteller bemühten sich verstärkt darum, freie Servicebetriebe als Kunden zu gewinnen. Bei einer Werkstatt-Befragung im Oktober gaben 88 Prozent der freien Betriebe an, fast ein Fünftel der Originalersatzteile bei den Autoherstellern beziehen zu müssen, weil deren Handel faktisch monopolisiert sei und sie über den freien Markt nicht beschafft werden könnten.
Überraschend schnell und geräuschlos haben IG Metall und Arbeitgeber sich auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt: Die Beschäftigten bekommen eine Lohnerhöhung in zwei Stufen.
Daimler hat am Mittwochabend seine neue S-Klasse präsentiert. Die Luxus-Limousine strotzt vor Superlativen. Der Stuttgarter Autobauer spricht vom "besten Auto der Welt".
Der Kompaktvan Opel Zafira Tourer wird ab 2015 im Werk Rüsselsheim gebaut. Bisher wird das Modell in Bochum gefertigt. Der Betriebsrat protestierte und sprach von einer "unglaublichen Provokation".
Der Stuttgarter Autobauer Daimler hat einem Bericht des Fernsehsenders ARD widersprochen, wonach Mitarbeiter mit Werksverträgen die gleichen Tätigkeiten ausführen wie festangestellte Mitarbeiter, dafür aber erheblich schlechter bezahlt werden.
In der Europäischen Union wurden im April knapp 1,04 Millionen Neuzulassungen registriert. Dies ist ein Zuwachs um 1,7 Prozent gegenüber April 2012 - und der erste Anstieg seit September 2011.
Der VW-Konzern muss mehrere Zehntausend Fahrzeuge seiner New Small Family, zu der neben dem VW Up auch die weitgehend baugleichen Modelle Seat Mii und Skoda Citigo gehören, wegen Airbagproblemen in die Werkstätten zurückrufen.
Der amerikanische Autokonzern Ford erweitert seine Produktionskapazitäten in Russland. In Tatarstan entsteht ein Motorenwerk, außerdem soll ein weiteres Modell vor Ort produziert werden.
BMW will mit seiner neuen Submarke BMWi Bestmarken in der Produktion setzen. Auf der Automobilwoche-Konferenz in München kündigte Ulrich Kranz, Chef der Marke BMWi, erhebliche Energie-Einsparungen in der Fertigung der neuen Elektroautos an.
Der Ingolstädter Autobauer steckt Milliardensummen in neue Fahrzeuge und den Ausbau der Produktion. Dies kündigte Unternehmenschef Rupert Stadler auf der Audi-Hauptversammlung an. Dort wurde auch Ursula Piech in den Aufsichtsrat gewählt.