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Daimler riskiert Verkaufsstopp für S-Klasse
Neue S-Klasse: Dem neuen Topmodell, hier auf einer Erprobungsfahrt, droht aufgrund des falschen Kältemittels der Verlust der Betriebserlaubnis.
(Foto: Daimler)
Autor:
Stefan Wimmelbücker
swimmelbuecker@craincom.de
Mittwoch, 20. Februar 2013, 13.58 Uhr
Einem Agenturbericht zufolge könnte das KBA der kommenden neuen S-Klasse theoretisch die Betriebserlaubnis entziehen. Hintergrund ist das umstrittene Kältemittel R1234yf.

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Stuttgart. Dem Stuttgarter Premiumhersteller Daimler steht weiterer Ärger wegen des umstrittenen Kältemittels R1234yf bevor: Die Zulassung der nächsten Generation des Topmodells, der Mercedes-Benz S-Klasse, hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) unter der Voraussetzung erteilt, dass in der Klimaanlage das neue Kältemittel zum Einsatz kommt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die neue S-Klasse soll im Sommer auf den Markt kommen.

Theoretisch kann das KBA nun die Zulassung widerrufen und den Verkauf des Modells in Deutschland verbieten. Das will Daimler zwar natürlich vermeiden, das neue Kältemittel wollen die Schwaben aber auch nicht mehr verwenden. "Die Verwendung von HFO 1234yf kommt nicht infrage", sagte ein Daimler-Sprecher. "Wir sind in Gesprächen mit der EU-Kommission und dem Kraftfahrt-Bundesamt und sind überzeugt, dass wir eine Lösung finden werden." Nähere Details zu einer möglichen Lösung sind jedoch noch nicht bekannt.

Das von den US-Firmen Honeywell und DuPont entwickelte und exklusiv angebotene Kältemittel R1234yf schadet dem Klima weitaus weniger als das bisher gebräuchliche R134a. Die Autohersteller hatten sich nach langen Diskussionen auf dieses Mittel geeinigt, um einer EU-Richtlinie zum Klimaschutz nachzukommen. Im Herbst 2012 entzündete sich das Mittel bei einem Daimler-internen Crashtest. Daraufhin entschied der Konzern, das Mittel nicht mehr zu verwenden und rief mehrere Hundert bereits verkaufte Fahrzeuge der Baureihen A-Klasse, B-Klasse und SL zurück, um dort das alte Kältemittel in die Klimaanlagen zu füllen.

Sollte das KBA die Zulassungen tatsächlich widerrufen, würde das einen Milliardenverlust für das Unternehmen bedeuten.
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