Die Opel-Händler haben mit ihrem massiven Widerstand gegen das neue Vertriebsprogramm des Herstellers Erfolg: Der Rüsselsheimer Autobauer hat sich zu Anpassungen bereit erklärt.
Sollte das Management von Opel den Arbeitern im Werk Bochum weiter entgegenkommen?
Rüsselsheim. Der Widerstand der Opel-Händler hat Erfolg, sie haben sich mit ihrer Forderung nach einem deutlich einfacheren Verkaufsprogramm durchgesetzt. Mehrere deutsche Opel-Händler hatten den Rüsselsheimern damit gedroht, ihre Verträge zurückzugeben und Opel-Häuser zu schließen, wenn der Autobauer nicht zu Änderungen am neuen Vertriebsprogramm bereit sei (Automobilwoche 4/2013). Am Dienstag nun haben Hersteller und Händlerverband "eine Vereinfachung des bestehenden Bonus-Systems" verabschiedet, wie Opel der Automobilwoche mitteilte. "Wir sind davon überzeugt, mit dieser deutlich vereinfachten Programmstruktur die gemeinsamen Ziele noch besser erreichen zu können", sagte Deutschland-Vertriebschef Matthias Seidl. Das unter ihm eingeführte neue Programm war nach Aussagen von mehreren Händlern an VW und Škoda angelehnt und verteuerte die Fahrzeuge. Zudem wurde das aus verschiedenen Einzelprogrammen bestehende System als so komplex beschrieben, dass es Verkäufer im alltäglichen Geschäft völlig überfordert hätte. "Dafür muss man einen Diplom-Mathematiker einstellen", sagte ein Händler. Mit dem nun angepassten Programm werden nach Informationen der Automobilwoche unter anderem mehrere Programmpunkte zusammengefasst und das System dadurch vereinfacht. Zudem bietet es Vorteile für Händler, die nur knapp über 80 Prozent ihrer Zielerreichung kommen. Denn sie erhalten Boni nun für alle verkauften Fahrzeuge. Zuvor wäre dies nur für die Fahrzeuge der Fall gewesen, die im Bereich zwischen 80 und 130 Prozent der Zielerreichung liegen, wie es aus dem Handel heißt. Weil das bisherige System die Planung erschwert hatte, mussten Händler sehr vorsichtig kalkulieren und büßten dadurch im hart umkämpften Volumenmarkt Wettbewerbsfähigkeit ein. Es drohte eine um vier bis fünf Prozent geringere Marge. Dieses Problem sei mit der nun getroffenen Vereinbarung vom Tisch, sagte ein Händler.
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
Die Porsche Holding ist wieder ganz im Familienbesitz: Der Staatsfonds des Emirats Katar hat seinen Anteil von zehn Prozent an der Porsche SE an die beiden Familien Porsche und Piech verkauft.
Die Europäische Union hat Deutschland eine Frist gesetzt: Zehn Wochen hat die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge Zeit, die Einhaltung der Richtlinie zum Kältemittel in Klimaanlagen sicherzustellen – danach droht ein Verfahren.
Der Stuttgarter Automobilzulieferer gibt auf dem Motorpressekolloquium einen Ausblick auf die mittel- und langfristige technische Entwicklung der Branche.
Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
Überraschend hat Volkswagen am Dienstagabend mitgeteilt, eine neue Wandelanleihe zu begeben. Wie geplant nahm der Autobauer damit 1,2 Milliarden Euro ein.