Der BMW Sechser Gran Coupé soll unter anderem Siebener-Kunden bei der Marke halten, die keine große Limousine brauchen und zum Porsche Panamera oder Audi A7 abzuwandern drohen. Laut Entwicklungschef Draeger erwägt BMW, den Wagen auch mit Hybridantrieb anzubieten. Interessenten für das neue Modell werden sich aber voraussichtlich noch bis 2012 gedulden müssen.
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München. Der BMW-Vorstand hat entschieden: Die in Peking vorgestellte Studie "Gran Coupe" wird gebaut. Wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung des viertürigen Oberklasse-Coupés Audi A7 gab BMW-Entwicklungschef Klaus Draeger die Entscheidung bekannt, ein ähnliches Konzept zu realisieren.
"Wie platzieren das Gran Coupé nahe am Sechser", sagte Draeger am Rande der BMW Design Night in München. Auch Technik und Preis orientieren sich am Sechser Coupe, dessen neueste Version in den Startlöchern steht. Interessenten für das Sechser Gran Coupé werden sich aber voraussichtlich noch bis 2012 gedulden müssen. BMW will vermeiden, dass potenzielle Interessenten zum Porsche Panamera oder Audi A7 abwandern.
Das Design-Konzept des neuen BMW folgt eher dem des Porsche Panamera, der zugunsten eines bequemeren hinteren Einstiegs auf eine sehr flache Linienführung verzichtet hat. "Das Dach ist 100 Millimeter niedriger als das des Fünfer", sagte Draeger. "Hätten wir es noch weiter heruntergezogen, wäre hinten zu viel Kopffreiheit verloren gegangen."
Ob der Sechser Grand Coupé einen Hybrid-Antrieb bekommt, ist noch nicht entschieden.
Verzicht auf große Heckklappe
Als Zielgruppe hat BMW unter anderem Siebener-Kunden im Visier, die keine Chauffeurs-Limousine brauchen und lieber selbst fahren. Auf eine große Heckklappe hat BMW verzichtet, denn: "Damit haben sie immer einen stärkeren Geräuscheintrag in den Innenraum, weil sie den Kofferraum nicht genügend dämmen können", begründete Draeger diese Entscheidung. Zudem biete das Gran Coupe so einen besseren Einbruchschutz, was in manchen Märkten von Bedeutung sei.
Ob der Sechser Gran Coupé einen Hybrid-Antrieb bekommt, ist noch nicht entschieden. Draeger: "Da wir die gleiche Antriebs-Architektur verwenden wie beim Fünfer, Sechser oder Siebener, sind wir in der Lage, auch eine Hybrid-Variante zu bringen."
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