Die Spekulationen um einen Einstieg des Volkswagen-Konzerns bei Alfa Romeo halten an. Ein Kauf der italienischen Fiat-Tochter "könnte unsere Wachstumsstrategie noch untermauern", sagte ein VW-Topmanager gegenüber Automobilwoche. "Wenn ein solcher Schatz zu haben wäre, dürften wir nicht allzu lange zögern."
Wertentwicklung der Aktien von Daimler, BMW und Volkswagen vom 1.1.2000 bis zum 31.12.2011
Wolfsburg. Die Gerüchte um einen möglichen Einstieg von VW bei der italienischen Fiat-Tochter Alfa Romeo bekommen neue Nahrung. "Alfa ist eine weltweit anerkannte Marke mit sportiven Genen und großer Tradition", erklärte ein hochrangiger VW-Manager gegenüber Automobilwoche. "Wenn ein solcher Schatz zu haben wäre, dürften wir nicht allzu lange zögern." Alfa Romeo, so die Führungskraft weiter, "könnte unsere Wachstumsstrategie noch untermauern". Über die "optisch leichte, gefällige Anmutung" von Fahrzeugen der mediterranen Marke kursiere in Wolfsburg bereits das lobende Wortspiel vom "edlen Italian Dressing".
VW will bis 2018 den Rivalen Toyota als weltgrößten Autohersteller überholen. Mit Blick auf die erforderliche Aufstockung seiner Kapazitäten, auch im Sektor Design, hatte sich der Konzern jüngst mit 90,1 Prozent an Italdesign Giugiaro beteiligt. VW-Chef Martin Winterkorn verweist in diesem Zusammenhang auf "prall gefüllte Auftragsbücher". Auf Anfrage sagte ein VW-Sprecher: "Spekulationen um Alfa Romeo kommentieren wir nicht." Alfa Romeo transportiert auch "südländische Emotionalität"
Aufschlussreicher sind entsprechende Überlegungen von Branchenexperten wie Analysten und Consultants. "Ich könnte mir Alfa Romeo gut als einen weiteren und wichtigen Bestandteil des VW-Markenbündels vorstellen", sagt Jürgen Pieper, Spezialist für die Autoindustrie beim Bankhaus Metzler in Frankfurt. "Denn wenn VW bei der Abdeckung der verschiedenen Segmente überhaupt noch Lücken aufweist, dann im Bereich der mittelpreisigen bis leicht gehobenen Sportmodelle. Und für die erfolgreiche Bearbeitung eben dieser Marktfelder steht Alfa Romeo."
August Joas, Unternehmensberater bei Oliver Wyman, sieht Alfa als "sehr sinnvolle Ergänzung" für VW, da die Marke unter anderem "südländische Emotionalität vermittelt". Arndt Ellinghorst von Credit Suisse vermutet, dass VW die spanische Tochter Seat in Alfa Romeo aufgehen lassen würde. "Fiat wird aber nicht verkaufen", so der Analyst. "Was bliebe denn sonst übrig in der abgetrennten Autosparte?"
Das Automatikgetriebe macht Volkswagen Probleme: Nach Rückrufaktionen im großen Stil in China und Japan müssen nun auch in Australien Autos wieder in die Werkstatt. Der Konzern sieht keine Alternative zum Werkstattbesuch. Auslöser der Probleme sind verstopfte, heiße Großstadtdschungel.
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Beim Stuttgarter Automobilhersteller ist die erste Limousine der neuen S-Klasse-Baureihe vom Band gelaufen. Zum Produktionsstart zeigte sich Daimler- und Mercedes-Chef Dieter Zetsche zuversichtlich, das Absatzvolumen ausweiten zu können. Der neue Produktionsvorstand Andreas Renschler will das Werk Sindelfingen zu einem der effizientesten Standorte im Mercedes-Verbund machen.
Etwa 100.000 Personen haben sich weltweit bereits für eine Probefahrt mit dem Elektroauto BMW i3 angemeldet, wie Vertriebsvorstand Ian Robertson auf dem Kongress der Automotive News Europe in Paris bekanntgab.
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