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US-Markt desaströs - Porsche-Absatz fast halbiert
Detroit/New York. Der größte Automarkt der Welt befindet sich weiterhin im freien Fall. Dem seit Monaten andauernden Abwärtstrend konnte sich im November keine der auf dem größten Neuwagenmarkt der Welt vertretenen Marken entziehen. So hat der Sport- und Geländewagenbauer Porsche im November in Nordamerika einen Absatzeinbruch um 46 Prozent auf 1493 Fahrzeuge erlitten, teilte das Unternehmen mit. Davon seien 1378 Fahrzeuge auf den US-Markt entfallen. Von der Baureihe Cayenne wurden mit 781 Fahrzeugen 40 Prozent weniger ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Bei der Baureihe Boxster betrug der Rückgang 73 Prozent auf nur 161 Stück, und bei der 911-Baureihe sank der Absatz um 37 Prozent auf 551 Fahrzeuge.
Nach Zahlen des Marktforschungsunternehmens Autodata schrumpfte der US-Autoabsatz im November um 37 Prozent auf knapp 747.000 Fahrzeuge. Es sei das erste Mal seit Jahrzehnten, dass in einem Monat weniger als 800.000 Fahrzeuge verkauft wurden, hieß es.
Vergleichsweise moderat fiel der Absatzrückgang noch bei Volkswagen aus: Dennoch betrug er 19,2 Prozent auf 14.295 Einheiten. Seit Jahresbeginn liegt das Absatzminus jedoch "nur" bei 2,1 Prozent. Wie die übrigen Autohersteller hat die Volkswagen-Tochter Audi im November in den USA einen Absatzeinbruch verbucht. Die Verkaufszahlen sanken um 25,4 Prozent auf 6788 Stück. Im Oktober hatte sich Audi noch gegen den negativen Trend stemmen können und ein leichtes Absatzplus verbucht. Seit Jahresanfang verzeichnete Audi ein Absatzminus von 5,8 Prozent auf 80.048 Stück.
Auch BMW hat im November in den USA deutlich weniger Autos abgesetzt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei um 26,8 Prozent auf 19.762 gesunken, teilte das Unternehmen mit. Seit Jahresbeginn sank der Absatz um 6,8 Prozent auf 281.564 Einheiten. Von der Marke BMW wurden mit 15.217 Fahrzeugen im November 36,1 Prozent weniger verkauft. Die Nachfrage nach Kleinwagen war hingegen ungebrochen: Mini verzeichnete mit einem Plus von 43,1 Prozent auf 4545 Einheiten einen deutlichen Absatzanstieg.
Daimler hat im November in den USA deutlich weniger Fahrzeuge verkauft als im Jahr zuvor. Der Absatz sei insgesamt um 29,9 Prozent auf 15.991 Autos zurückgegangen, teilte das Unternehmen mit. Ohne die Einführung der Marke Smart wäre der Rückgang noch stärker ausgefallen. Der Smart wird erst seit Januar in den USA verkauft und kam im November auf 1889 verkaufte Exemplare. Die Marke Mercedes-Benz verbuchte ein Absatzminus von 38,2 Prozent auf 14.102 Stück.
Heimische Autobauer tief in der Krise
Die heimischen Hersteller präsentierten sich auch im November in desaströser Verfassung. Der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) hat im November in den USA erneut einen kräftigen Absatzeinbruch erlitten. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei um 41 Prozent auf 154.877 Stück zurückgegangen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Zahl der verkauften Pkw sank danach um 44 Prozent auf 58.786 Fahrzeuge, außerdem wurden mit 96.091 Stück 39 Prozent weniger Lastwagen als im Vorjahreszeitraum verkauft.
Der zweitgrößte US-Hersteller, Ford, verzeichnete im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum einen Rückgang der Verkäufe um 30,6 Prozent auf 123.222 Fahrzeuge. Während der Absatz der Marke Volvo um 46,5 zurückging und sich damit fast halbierte, lag das Minus bei den Marken Ford, Lincoln und Mercury insgesamt bei 29,8 Prozent.
Auch der US-Absatz des japanischen Autobauers Toyota Motor ist im November deutlich um ein Drittel eingebrochen. Im abgelaufenen Monat seien in den USA mit 130.307 Fahrzeugen 33,9 Prozent weniger verkauft worden als im Vorjahr, teilte der Autobauer am Dienstag in Torrance mit. Die Marke Toyota verzeichnete ein Minus von 33,8 Prozent auf 114.084 Stück. Der Absatz der Marke Lexus ging um 34,7 Prozent auf 16.223 Stück zurück. (Mit Material von dpa-AFX)
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