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Porsche kündigt Diesel für SUV Cayenne an

Nun ist es offiziell: Der Stuttgarter Sportwagenbauer Porsche wird seinen schweren Geländewagen Cayenne ab Februar kommenden Jahres auch mit einem Selbstzünder-Aggregat anbieten. Den 240 PS starken Dieselmotor liefert die VW-Premiummarke Audi zu. Den Einsatz des von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking lange verpönten Leichtöl-Antriebs begründet der Hersteller in erster Linie mit "veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen".

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Porsche Cayenne: In drei Monaten zum Preis von 56.436 Euro auch mit einem 240-PS-Diesel aus den Regalen der VW-Premiummarke Audi erhältlich.


Stuttgart. Der schwäbische Sportwagenproduzent Porsche erweitert das Motorenprogramm seiner SUV-Baureihe Cayenne ab Februar 2009 um eine Diesel-Variante. Dies gab die Premiummarke heute offiziell bekannt. "Die Entscheidung fiel vor dem Hintergrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen speziell in europäischen Ländern, die eine steuerliche Bevorzugung von Dieselfahrzeugen zur Folge haben", hieß es zur Begründung. "Außerdem hat die Beteiligung von Porsche am Volkswagen-Konzern, dem weltweit größten Hersteller von modernen Dieselmotoren für Personenwagen, neue Perspektiven für den Bezug dieser Aggregate eröffnet".

Für den schweren Porsche-Geländewagen wird die VW-Tochter Audi einen Selbstzünder mit 240 PS zuliefern. Als Durchschnittsverbrauch gibt Porsche 9,3 Liter pro 100 Kilometer Fahrstrecke an, der CO2-Ausstoß soll 244 Gramm pro Kilometer betragen. Anders als bei seinen Sportwagen der Baureihen 911 und Boxster/ Cayman, die gezielt mit ihrer fahrdynamischen Performance beworben werden, macht Porsche derzeit keine Angaben zu den Beschleunigungswerten und der Höchstgeschwindigkeit des Leichtöl-Cayenne.


Der große Vorsitzende rückt von der "reinen Lehre" ab


Der Einsatz eines Cayenne mit Dieselmaschine kommt nicht überraschend. Automobilwoche hatte bereits in Printausgabe 13 von Mitte Juni exklusiv über die entsprechende Erweiterung der Modellpalette berichtet. Der Beitrag hatte in der Fahrzeugbranche für große Aufmerksamkeit gesorgt, da der Porsche-Vorstandsvorsitzende Wendelin Wiedeking über Jahre jegliche Diesel-Option für das Pkw-Spektrum seines Unternehmens strikt verworfen hatte. Klangbild, Ansprechverhalten und das vergleichsweise hohe Gewicht von Selbstzündern, so das frühere Credo des Porsche-Lenkers, würden nicht zu einer Sportwagenmarke passen.

In Deutschland wird der Cayenne Diesel, serienmäßig bestückt mit einem Automatikgetriebe, ab 56.436 Euro zu haben sein. Eine Cayenne-Variante mit Hybridantrieb, die weniger als neun Liter Kraftstoff verbrauchen soll, ist für Ende des laufenden Jahrzehnts geplant. Bei der Entwicklung des gemischten Benzin-/Elektroantriebs kooperiert Porsche eng mit dem VW-Konzern.



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Donnerstag, 20. November 2008, 17.10 Uhr Artikel versenden Artikel drucken

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