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Erste Vorschläge von Experten zur Zukunft von Opel

Während Opel bemüht ist, im Bemühen um eine Bürgschaft seine derzeitige Lage der Politik und auch der Öffentlichkeit darzulegen, schägt das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) schon eine Abspaltung der Rüsselsheimer von ihrem US-Mutterkonzern General Motors vor.

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Opel: Denkmodelle bezüglich der Zukunft des Unternehmens.


Leipzig/Halle. Während die Bundesregierung noch über eine mögliche Bürgschaft für Opel diskutiert, schälgt Udo Ludwig vom Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) eine Abspaltung Opels vom US-Mutterkonzern General Motors vor. Der Staat sollte Opel zurückkaufen und das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umwandeln, sagte Ludwig der "Thüringer Allgemeinen". Der Fall Opel sei kein Konjunkturproblem, sondern Folge einer importierten Finanzkrise. Dem müsse der Staat abhelfen, zunächst mit einer Bürgschaft. Für eine zeitweise Verstaatlichung hatte auch der "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger plädiert. Warum die Experten sich nicht für einen Investor aus der freien Wirtschaft aussprechen, bleibt unklar. Opel zeigt sich derzeit zuversichtlich, die Krise beim Mutterkonzern GM aus eigener Kraft meistern zu können. Die Bürgschaft sei lediglich ein "Schutzschrim", wie GM Europa-Chef Carl-Peter Forster beteuert.

Gegen diese staatliche Hilfe hat sich der Betriebsratsvorsitzende des Leipziger BMW-Werkes, Jens Köhler, ausgesprochen. "Opel macht schwere Zeiten durch. Aber Bürgschaften sind gewiss der falsche Weg, um dem Tochter-Unternehmen von General Motors zu helfen", sagte Köhler der "Leipziger Volkszeitung". Köhler warnte zudem, dass bei einer Bürgschaft für den unter Druck geratenen Autobauer jeder Konzern Unterstützung beanspruchen könne. Nach Einschätzung von Experten sind neben den knapp 25 700 Arbeitsplätzen bei Opel mindestens 50 000 weitere Jobs bei Zulieferern bedroht. Über die erbetene Milliarden-Bürgschaft will die Bundesregierung bis Weihnachten entscheiden. (Mit Material von dpa)



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Dienstag, 18. November 2008, 09.12 Uhr Artikel versenden Artikel drucken

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